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03. 08. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Videoüberwachung 2.0: Beijings Läden müssen Hochleistungskameras mit Gesichtserkennung installieren

Schlagwörter: Video, Überwachungsgerät, BEIJING, Einkaufszentren, Läden

BEIJING – Ein Überwachungsgerät, das die Gesichter von Kunden klar erkennen kann, wird seit Montag in großen und mittleren Einkaufszentren und Läden in der gesamten Stadt eingesetzt, verkündete ein Beamter des städtischen Büros für Öffentliche Sicherheit (PSB).

Ein Arbeiter überprüft am Montag eine Kamera in einem Supermarkt in Huixinli (Bezirk Chaoyang). Das Büro für Öffentliche Sicherheit lässt neue Hochleistungskameras in großen und mittleren Einkaufszentren und Läden in der gesamten Hauptstadt installieren – "vor allem, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten". [Foto: China Daily]

Die Abteilung für Sicherheit in geschlossenen Räumen des Beijing Municipal Public Security Bureau (BMPSB) stellte kürzlich einen neuen "Standard für Sicherheitsschutz" in großen und mittleren Einkaufszentren und Läden der chinesischen Hauptstadt auf, angeblich mit dem Ziel, die Bevölkerung "vor all denen zu schützen, die Schaden anrichten, Waren stehlen oder gar Lebensmittel vergiften". Die Maßnahme ist Teil des hauptstadtweiten Videoüberwachungssystems.

Gegenüber der staatlichen Zeitung China Daily sagte Yang Wei, die beim PBS für den neuen Standard zuständig ist, das neue System "wird Kunden eine sichere Shopping-Umgebung bieten".

Erstmalig für solche Einzelhandelszentren sind nun alle Läden verpflichtet, ihre bisherigen Kamerasysteme gegen die neuen Hochleistungsgeräte auszutauschen, die die Gesichtszüge der Kunden detailliert aufnehmen und ihr Verhalten an Kassen, Ausgängen, in Lagerräumen und Aufzügen genaustens beobachten können, "insbesondere in Lebensmittelabteilungen", wie Yang betonte.

"Derweil können die Kameras in den meisten Einkaufszentren und Supermärkten der Hauptstadt nur die Form von Gesichtern und Körpern der Kunden aufnehmen, und das macht es der Polizei schwer, Diebstähle und Giftmischereien bei Lebensmitteln zu untersuchen", so Yang. Den Preis für diese schärferen Überwachungseinrichtungen werden laut ihr die Läden und Supermärkte zahlen – und nicht zuletzt die Kunden an der Kasse.

Die Polizei in jedem Bezirk werde die Überwachungsarbeiten während ihrer Routineinspektionen überwachen, so dass alle Ladenbesitzer die Anforderungen so schnell wir möglich in die Tat umsetzen müssten, fügte sie hinzu.

Andererseits gab es einige Ladenbesitzer und Betreiber von Einkaufszentren, denen die neuen Anforderungen entweder völlig unbekannt waren, oder andere, die wohl davon gehört hatten, aber der Meinung waren, dass nicht sie die Rechnung für die Installation einer Überwachungsmaßnahme der Lokalregierung bezahlen sollten.

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Quelle: China Daily

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