Laut dem Bericht der Dahe Daily leiden in China rund 100 Millionen Menschen unter geistigen Problemen, darunter seien etwa 16 Millionen von schweren geistigen Krankheiten betroffen. Etwa ein Zehntel der Patienten neige zu Gewaltausbrüchen. Es gibt daher nicht wenige Familien, die die Freiheit der Patienten – die sie nicht zu versorgen wissen – mit einer Kette beschränken.

Die medizinischen Institutionen Chinas rufen seit 2005 dazu auf, alle geistig Erkrankten von ihren Ketten zu befreien und medizinisch behandeln zu lassen, doch die Wirkung der Kampagne ist nach wie vor gering – insbesondere viele arme Familien können sich die Behandlung nicht leisten. Zudem verfügten die Krankenhäuser nicht über genügend Personal, um Hausbesuche bei den Patienten und ihren Familienangehörigen zu machen.
Wie die geistig Erkrankten gut behandelt werden könnten stelle deswegen für ganz China eine wichtige Frage dar, auf die die Regierung, die Familien, die medizinischen Einrichtungen sowie die ganze Gesellschaft noch eine Antwort finden müssten, so der Bericht.