| Home | Aktuelles |
Multimedia |
Service |
Themenarchiv |
Community |
| Home>Kultur | Schriftgröße: klein mittel groß |
| 24. 03. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
In jüngster Zeit wurden in der ganzen Volksrepublik provokative Gebäude gebaut, teilweise ohne Rücksicht auf die umliegende Baukultur und eigentliche Funktion. Nun erregt ein weiteres Projekt die Gemüter besorgter Chinesen.
Ein paar "übertriebene" und "eigentümliche" Architekturdesigns, veröffentlicht von einer Gesellschaft Namens MAD Ltd, provozierte heftige Auseinandersetzungen im Internet. Viele chinesische Internetbenutzer sind der Auffassung, dass China nicht länger ein Versuchslabor für ausländische Architekten sein soll.

MAD-Entwürfe
Auf den MAD-Entwürfen ist eine Gruppe von Gebäuden auf traditionellen Terrassenfeldern zu sehen. Die Gebäude haben exzentrische Formen, sie sind verdreht, verformt oder gekippt. Nach Angaben von MAD habe man ein architektonisches Experiment wagen wollen und elf jungen Architekten aus aller Welt folgenden Auftrag gegeben: Entwerft das Huaxi-Stadtzentrum in Guiyang, einer Stadt in Südwestchina, zum Thema "Huaxis städtische Natur". Abgesehen von MAD und HouLiang Architecture (HLA) waren alle andern auf der Liste ausländische Unternehmen. MAD brachte diese jungen Architekten im Sommer 2008 in drei Tagen zusammen, um die Stadtvision zu entwerfen.
Internetbenutzer zweifeln. Manche Internetbenutzer mochten die Entwürfe sehr und sagten, Architektur sollte nicht zu spießig und konservativ sein. Doch die große Mehrheit, darunter sogar ein paar im Baugeschäft tätige, sind gegen solche modernen Formen. Bereits der CCTV-Turm, das Nationaltheater und das "Vogelnest" lösten mit ihren Designs heftig kontroversen aus. Denn sie alle haben zwei Dinge gemeinsam: die chinesischen Architekten hatten keine Chance gegen die ausländischen Firmen und die Designs der Gebäude zielen stark darauf ab, zu provozieren und aufzufallen. "Huaxi ist doch bekannt für seine schöne, dramatische und naturbelassene Landschaft. Daher protestiere ich gegen dieses moderne "Huaxis städtische Natur" – Projekt", schrieb ein einheimischer Internetbenutzer. Ein anderer Internetbenutzer aus Guiyang meinte: "Ich sehe die Verbindung zwischen diesen Gebäuden und der Natur nicht. Wenn diese übertriebenen, seltsamen Gebäude auf die Terrassenfelder gebaut würden, würde dies die natürliche Landschaft Huaxis vollkommen zerstören."

MAD-Entwürfe
Ein Shanghaier Architekt, Yua Jian, meinte dazu: "Diese Entwürfe zeigen doch klar, dass diese elf internationalen Architekten zu wenig Zeit hatten, um Huaxi zu verstehen. Sie können nicht die lokale Kultur und Baugeschichte eines Ortes innert dreier Tage kennen lernen." Zudem sind manche im Bausektor Beschäftigte der Ansicht, dass die Gebäude mit derart ausgefallenen Formen zu teuer würden, was wiederum gegen den Berufsethos der Architekten sei.
Quelle: german.china.org.cn
Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur
| Kommentar schreiben |
| Kommentare |
|
Keine Kommentare.
|
| mehr |