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| 06. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Text: Till Wöhler, Beijing
Fotos: Ren Bin, Beijing
Die Deutsche Botschaft in Beijing feiert derzeit das 20. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung, mit der die Gründung des Berliner Clubs "Tresor" untrennbar verbunden ist. Grund genug, die Protagonisten des Clubs zum Feiern nach Beijing einzuladen.
Ein Plakat der Ausstellung in der Deutschen Botschaft in Beijing dokumentert die Zeit der deutschen Teilung von 1960-69.
März 1991, Berlin, Leipziger Straße: Der Club "Tresor" öffnete in den Katakomben des zerstörten Kaufhauses Wertheim in Berlin-Mitte, dort, wo sich während der deutschen Teilung der Todesstreifen der DDR-Grenzmauer befand. Der verlassene, dunkle Tresorraum der Wertheim Bank mit seinen 1 Meter 20 dicken Betonwänden wurde wenige Monate nach dem Berliner Mauerfall im November 1989 zum ultimativen Treffpunkt junger Ost- und Westberliner, die eine gemeinsamen kulturellen Neuanfang suchten und hier fanden. Der "Tresor" ist unumstritten die Geburtsstätte des Techno, der über Berlin und Detroit zu einem Welterfolg wurde. Location und Musik trafen den Nerv der Zeit und lockten schnell Künstler und Fans aus aller Welt in die alte und neue Hauptstadt Deutschlands. Nachdem der originale Standort im April 2005 durch den Berliner Senat wegen eines kommerziellen Immobilienprojekts geschlossen wurde, zog der "Tresor" um. Für viele Fans bedeutete dies das Ende einer Epoche. Die Legende lebt und entwickelt sich jedoch weiter.
November 2009, Beijing: Der "Tresor Club", Techno, die Love Parade – alle drei gehören zusammen und sind Wegbegleiter der ersten Jahre der "Berliner Republik". Die Deutsche Botschaft feiert derzeit die deutsche Wiedervereinigung vor 20 Jahren und hat deshalb gemeinsam mit dem Goethe-Institut Peking den "Tresor" in die chinesische Hauptstadt eingeladen, um mit chinesischen und deutschen Elektromusikern bei der "Tresor Nacht" am heutigen Freitag den 20. Jahrestag des Mauerfalls zu feiern.
Der Deutsche Gesandte von Werthern hält eine Begrüßungsrede.
Gestern Abend hat sich der Club in der deutschen Botschaft den überwiegend chinesischen Journalisten vorgestellt. Nach Begrüßungsworten des deutschen Gesandten von Werthern und des Tresor-Mitbegründers Dimitri Hegemann gab es den kurzweiligen Dokumentarfilm "SubBerlin - Underground United" von Tillmann Künzel zu sehen, in dem die Macher und DJs der ersten Stunde, aber auch spätere Techno-DJs und die Gründer des Tresor.Park und der Love Parade zu Wort kommen.
Quelle: german.china.org.cn
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