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30. 12. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Tibeter Philharmoniker begeistern in Chongqing ihr Publikum

Schlagwörter: Philharmoniker Tibeter Orchester Symphonie

Es war das erste Mal, dass das Orchester mit seinen 66 Tibetern, einem muslimischen Hui und einem Han (die beide im Tibet geboren und aufgewachsen waren) außerhalb der Hochebene auftrat. In der Truppe befanden sich neben den üblichen westlichen Orchesterinstrumenten auch tibetische Klangkörper wie Yakhornpfeifen, traditionelle Perkussionsinstrumente aus dem Potala, vier Meter lange tibetische Alphörner und Saiteninstrumente, die etwas einem Banjo ähneln.

Das Tibetische Philharmonische Orchester war 2002 als eine lose Gruppe von Künstlern gegründet worden. Die Gruppe besteht aus Musikern von einer Sing- und Tanzgruppe aus Lhasa, Kunstlehrern aus der Tibet-Universität und Volkskünstlern von einer bekannten Gruppe aus der Präfektur Shannan, die etwa 131 Kilometer von Lhasa entfernt liegt. "Wenn wir Proben oder Auftritte haben, dann dauert es immer recht lange, bis wir alle zusammen sind", sagte Penba.

"Unser größtes Problem ist, dass wir nur sehr wenig Eigenkompositionen haben", erklärte Penba. Der Mangel an Geldmitteln und die schlechte Organisation seien daneben kaum erwähnenswert. "Während die meisten chinesischen philharmonischen Orchester ausländische Gruppen kopieren, ahmen wir die Kopien aus China nach." Doch trotz solcher Schwierigkeiten wollen Penba und seine Freunde die Hoffnung nicht aufgeben. "Tibet hat eine reichhaltige Musik und viele Zuhörer. Symphonien werden hier bestimmt auf einen großen Anklang stoßen."

Dem stimmt auch Luo Xuelai, ein tibetischer Universitätslehrer und Violinist im Orchester, zu. Mindestens sechs seiner Schüler sind ebenfalls in der Gruppe. "Wenn wir klassische Stücke wie den "Radetzky Marsch" oder "Carmen" spielen, ist das Publikum begeistert. Ebenso bei bekannten chinesischen und tibetischen Stücken", sagte er.

Penba, der zuerst das Spiel auf der zweisaitigen Erhu in Beijing und Shanghai erlernt hatte und danach eine Ausbildung zum Dirigenten durchlief, sagte, dass es sich geehrt fühle, während seines ganzen Lebens musizieren zu können. "Ich hoffe, dass das Tibetische Philharmonische Orchester eines Tages in den besten Konzertsälen der Welt auftritt. Wir wollen unsere einzigartige Kultur und unsere Lebensart mit dem Rest der Welt teilen. Das ist es, worum es in der Kommunikation geht", sagte er.

Wenn Penba älter wird, will er junge Musiker unterrichten, damit diese sein Anliegen weiterführen und für die tibetische Kultur werben können. Das regionale Kulturamt von Tibet hat bereits versprochen, das Orchester zu unterstützen: "Wir werden Möglichkeiten schaffen, damit das Orchester in anderen chinesischen Städten auftreten kann", sagte Lhaba, ein Offizieller, der im Amt für die Kultur zuständig ist. "Wir werden außerdem führende Künstler aus anderen Provinzen bitten, dem Orchester zu helfen."

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Quelle: Global Times

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