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18. 02. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Chinesischer Rätselmeister lässt Rätselkunst wiederaufleben

Schlagwörter: Rätselmeister, Chinesischer

Es ist überall so, dass die meisten Feste sich mit der Moderne verändern und eine leicht andere Bedeutung bekommen. Während das Feiern weiter im Vordergrund bleibt, rückt die eigentliche Geschichte oder Tradition in den Hintergrund. Auch die ursprüngliche Tradition zum Laternenfest ist fast vergessen – ein chinesischer Rätselmeister versucht jedoch nun, sie wiederaufleben zu lassen.

Riddler strives to revive art

Der chinesische Rätselmeister Wang Qian hat am 17. Februar eine Rätselparty im Tee-Shop Wuyutai in Beijing veranstaltet. Zou Hong / China Daily

Fragt man Chinesen über das Laternenfest, antworten die meisten, es sei die letzte Chance, Feuerwerk krachen zu lassen, es kennzeichne das Ende des Frühlingsfests und es sei eine Gelegenheit, die leckeren Tangyuan zu genießen.

Doch Wang Qian möchte den Leuten einen anderen Aspekt des Laternenfests ins Gedächtnis rufen, nämlich die Tradition, sich zusammenzusetzen und Rätsel zu lösen. Wang, ein Professor im Ruhestand, der in Beijing lebt, will dies mit seiner Rätselparty mit rund hundert seiner eigens kreierten Rätsel zum Laternenfest im berühmten Beijinger Tee-Shop Wuyutai erreichen.

Nachdem Wang in den 1950er Jahren als Kind Rätselfanatiker geworden war, hat der heute 66-Jährige seine Jugend auf Rätselpartys in Changchun, der Hauptstadt der nordostchinesischen Provinz Jilin, verbracht, wo er gegen ältere Mitglieder antrat, um Rätsel zu lösen. Damals, so Wang, seien diese Rätselwettbewerbe landesweit während des Laternenfests sehr beliebt gewesen.

Bevor er nach Beijing zog, war Wang, der Physik an einer Universität in Changchun unterrichtete, sieben Jahre lang Co-Host eines Radioprogramms. Seine Hauptaufgabe war es, Rätsel zu stellen. Durch das Radioprogramm machte Wang sich einen Ruf mit seinen Rätseln. Sein Ruf weitete sich noch aus, nachdem er gebeten worden war, für die CCTV-Frühlingsfestgala 2006 Rätsel zu kreieren.

"Rätsel zu machen erfordert jede Menge Allgemeinwissen", so er. Außerdem brauche es den Wunsch, andere Leute herauszufordern, und die Fähigkeit, logische Erklärungen zu geben. "Wenn man einmal fanatisch geworden ist, kann man nicht so leicht wieder aufhören." Wang erzählt, er denke immer über neue Rätsel nach, egal, wo er sei oder was er mache. Selbst seine Träume dienten ihm manchmal als Ideen, die er schnell am Morgen aufschreibe.

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Quelle: China Daily

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