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| 14. 03. 2014 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Im Zuge der Anti-Bestechungs-Kampagne wurden im vergangenen Jahr zahlreiche exklusive Clubs geschlossen. Nur die wenigsten dieser Betriebe setzten die Vorgaben der Regierung um und öffneten wieder. Eine dieser Ausnahmen ist das Xihu Hui in Hangzhou.

Es war an einem Nachmittag Ende Februar in einem zweistöckigen traditionellen Gebäude in Quyuan Fenghe (windzerzauster Lotus im Quyuan Garten), einer der zehn wichtigsten Orte an Chinas bekanntem Touristen-Mekka dem West Lake in Hangzhou, der Hauptstadt der Provinz Zhejiang.
In der exquisit renovierten Halle und dem großen Garten sowie entlang der gewundenen Außenflure saßen an fast 50 Tischen Gäste, Einheimische und Touristen, die sich während des Mittagessens entspannten. Größere Gruppen vergnügten sich in den zehn oder mehr Privatzimmern, meist auf zwei Etagen.
Das Restaurant war in den vergangenen zehn Jahren ein bekanntes Restaurant unter Hangzhous gehobener Klasse. Dem Otto Normalbürger war der Besuch des exklusiven Clubs jedoch nicht gestattet. Es war schließlich diese Exklusivität, die zum Untergang des Clubs führte.
Am 15. Januar war das Restaurant, das zu diesem Zeitpunkt unter den Namen Xihu Hui oder West Lake Club bekannt war, einer der ersten fünf exklusiven Gastronomiebetriebe, die von der Stadtregierung von Hangzhou auf Weisung der Volksregierung der Provinz Zhejiang geschlossen wurden.
Dies war die Antwort der Lokalregierung auf eine Anweisung der Zentralkommission für Disziplinarkontrolle der Kommunistischen Partei Chinas im Dezember vergangenen Jahres, als Teil der Anti-Bestechungs-Kampagne von Präsident Xi Jinping hart gegen „die bösen Winde in den Privatclubs“ vorzugehen.
Diese Clubs „züchten Korruption“, da Regierungsbeamte regelmäßige Gäste waren und oft dort zu Abend aßen, was zu Deals der Sorte Leistung gegen Geld führte. Wie aus der Anweisung hervorging, sei ein weiteres großes Problem mit diesen Privatclubs, dass sie öffentliche Ressourcen, wie zum Beispiel historische Stätten und Parks, in Beschlag nehmen würden.
Das Schließen der Läden war jedoch nur der Anfang. Laut der Stadtregierung von Hangzhou zielt die Kampagne darauf ab, sicherzustellen, dass diese Gebäude „gemeinnützig“ sind, „niedrige Zugangsvoraussetzungen“ haben und „für die breite Masse zugänglich“ sind, sodass die öffentlichen Ressourcen an die Allgemeinheit zurückgegeben werden.
Es dauerte nicht lang, bis das Restaurant unter einem neuen Namen den Geschäftsbetrieb wieder aufnahm.
Mit dem neuen Namen „Happy Teahouse“ ist das ehemalige Xihu Hui der erste und bisher einzige Club, der die Vorgaben umsetzte und wieder eröffnete.
Quelle: german.china.org.cn
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