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30. 06. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Man kämpf gegen Grünalgen an ostchinesischer Küste

Behörden und Bewohner der Stadt Qingdao kämpfen gegen riesige Massen von Grünalgen, die sich an den Stränden des beliebten Touristenziels in der ostchinesischen Provinz Shandong angesammelt haben. Die Algen bedecken bereits eine Fläche von 400 Quadratkilometern in den Gewässern südlich von Qingdao.

Polizeibeamte der Grenzwachenbrigade Huangdao entfernen Grünalgen entlang dem Strand in Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong (27. Juni 2010). Wegen der riesigen Mengen von Algenansammlungen an der Küste hat die Stadt eine Reihe an Maßnahmen zur Vorbeugung einer Algenplage eingeführt.

Behörden und Bewohner der Stadt Qingdao kämpfen gegen riesige Massen von Grünalgen, die sich an den Stränden des beliebten Touristenziels in der ostchinesischen Provinz Shandong angesammelt haben. An einem Strand der Insel Xuejia in Qingdao haben die nach Fäulnis riechenden Algen, wissenschaftlich Enteromorpha genannt, einen Streifen gebildet, der Berichten zufolge zwei bis drei Meter breit und Hunderte Meter lang sein soll. Die für das Nordchinesische Meer zuständige Amtsstelle (NCSB) der Staatlichen Meeresverwaltung gab am Montag bekannt, dass die treibenden Grünalgen eine Fläche von 400 Quadratkilometern in den Gewässern südlich von Qingdao bedeckten.

Das Regierungspersonal, Tourismusunternehmen und Küstenbewohner haben direkt nach der Entdeckung der Algen am Freitag begonnen, sie zu entfernen, so Sun Hongbin, der eine Motorbootvermietung an dem Strand betreibt. Die Lokalregierung hat 66 Schiffe zur Entfernung der Algen und vier Boote zur Überwachung der Ausbreitung der Algen entsendet. Zusätzlich wurden Netze vor der Küste ausgeworfen, um die sich ausbreitenden Algen zu stoppen. Hunderte von Menschen hätten bei den Maßnahmen an der Küste wie auch im Meer mitgeholfen, so Sun. Die Grünalgen, die bereits entfernt worden sind, würden als Viehfutter oder als Dünger für Anbauland genutzt, hieß es von Beamten.

Durch die Ausbreitung der Grünalgen sei die Zahl der Strandtouristen von über 5000 auf nur wenige hundert gefallen, so Sun. "Ein Junge hat sich am Samstag in den Algen vor der Küste verfangen. Er wäre fast gestorben", erzählt Sun.

Auch wenn die Algen nicht giftig sind und die Wasserqualität nicht beeinträchtigen, nehmen sie große Mengen an Sauerstoff weg und bedrohen somit das Meeresleben. Zhao Peng, ein Beamter der Grenzpolizeistation auf der Insel Xuejia, erklärt, eventuelle Schäden durch die Algen für das Meer müssten verhindert werden. "Eine ähnliche Algenmasse hat 2008 große Mengen an Muscheln, Fisch und Seeohren getötet. Das hat den dortigen Fischern riesige wirtschaftliche Verluste gebracht", so Zhao.

Die NCSB hatte die Grünalgenmasse erstmals am 14. Juni vor der Küste der Stadt Rizhao in Shandong entdeckt und seitdem die Algenausbreitung beobachtet, die kontinuierlich nach Norden verlief. Wahrscheinlich werden die Algen sich weiter nach Norden ausbreiten und die nördlichen Küstenlinien befallen, so eine Sprecherin der NCSB.

Grünalgen wurden 2007 im Gelben Meer entdeckt. Dortige Bewohner und Soldaten entfernten 2008 im Vorfeld der Segelwettbewerbe in Qingdao im Rahmen der Olympischen Spiele Zehntausende Tonnen an Algen.

Quelle: Xinhua

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