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| 02. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Laut einem Bericht des Nationalen Statistikamtes ist das durchschnittliche Brutto-Pro-Kopf-Einkommen von Arbeitnehmern in den Städten im ersten Halbjahr 2009 um 12,9 Prozent angestiegen. Der Bericht stößt jedoch unter Onlinenutzern auf Skepsis und Sarkasmus.
Sarkasmus entfachte nach der Bekanntgabe eines Berichts des Nationalen Statistikamtes (NBS) am Mittwoch, in dem es heißt, das durchschnittliche Brutto-Pro-Kopf-Einkommen von Arbeitnehmern in den Städten sei im ersten Halbjahr 2009 im Jahresvergleich um 12,9 Prozent auf 14.638 Yuan (1500 Euro) angestiegen. Die eigentlich ermutigenden Neuigkeiten ernteten nicht viel Applaus, sondern vielmehr einen Hagel an Kritik von der Öffentlichkeit, mit vielen Skeptikern gegenüber der Glaubwürdigkeit der Zahlen. Internetuser machen ihrer Denkweise über die Statistik des NBS in Online-Foren Luft.
Auf dem populären Online-Forum tianya.cn heißt es in einem Kommentar: "Die Statistiken, die vom NBS veröffentlicht wurden, grenzen an ein Wunder, wenn man bedenkt, dass der Anstieg es geschafft hat, das BIP-Wachstum von 7,9 Prozent im zweiten Quartal trotz der Finanzkrise zu überschreiten." Doch meint der Forumsnutzer, dass die Geldbeutel der meisten Leute eher leer blieben.
Di Huang, Forscher am Institut für Arbeit und Lohnstudien beim Ministerium für Personalmanagement und Soziale Sicherheit erklärt gegenüber der National Business Daily, dass die Zahl an Arbeitnehmern in den Städten, die vom NBS erfasst wurde, sich auf 110 Millionen belaufe, während die exakte Zahl 410 Millionen sei. Arbeitnehmer bei privaten Unternehmen und Wanderarbeiter seien nicht eingeschlossen, fährt er fort, so dass es nicht möglich sei, mit den statistischen Methoden das Durchschnittseinkommen der gesamten Gesellschaft zu messen.
Eine Umfrage auf tom.com besagt, dass ganze 88 Prozent der 2816 Teilnehmer der Umfrage, glaubten, man könne mit Vernunft behaupten, dass der Einkommensanstieg, der vom NBS bekannt gegeben wurde, anzuzweifeln sei. Der chinesische Blogger Shi Shusi schrieb auf ifeng.com: "Wenn das NBS bezweckt, die Öffentlichkeit, zu besänftigen, würde es schon genügen, bekannt zu geben, dass das Einkommen der Bürger nicht gesunken ist. Man sollte die Intelligenz der Chinesen nicht unterschätzen." Ein weiterer Websurfer schrieb: "Ich muss mich zutiefst bei der Regierung und meinen Landsleuten entschuldigen, dass ich ein Hindernis für diesen Einkommensanstieg bin."
Dem NBS zufolge wurden die Einkommenszahlen von den Gehältern der Angestellten in Abteilungen der Stadtregierungen, staatseigenen oder gemeinsam besessenen Unternehmen ausgewählt. Auch Unternehmen, die von ausländischen Investoren oder Investoren aus Hongkong, Macao und Taiwan betrieben werden, sind eingeschlossen. Arbeitnehmer von privaten kleinen Unternehmen sind nicht inbegriffen.
Quelle: global times
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