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02. 08. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Zweifel

Öffentlichkeit skeptisch gegenüber Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens

Der Zweifel der Öffentlichkeit resultiert aus den fragwürdigen Statistikmethoden des NBS, meinen Experten. Zhao Lipeng, führender Berater für Einkommensstatistiken bei zhaopin.com, einer der größten chinesischen Anbieter von Personalservicedienstleistungen, erklärt, die Statistik des NBS gehe nicht konform mit der Realität der vielen Geringverdiener. "Für Leute aus den Mega-Städten wie Beijing und Shanghai sind die Daten schon eher zutreffend als für Menschen aus anderen Städten", so er. "Die meisten Einkommen für die Statistik wurden aus staatseigenen Unternehmen oder Regierungsinstitutionen und ihnen zugehörige Einheiten gewählt, da Daten über das Einkommen aus diesen Unternehmen einfacher zu sammeln sind, während die Einkommensdaten von privaten Unternehmen schwieriger zu bekommen sind", so Zhao.

Statistiken des NBS werden schon seit längerem von der Öffentlichkeit angezweifelt. Ein NBS-Beamter widerlegte vergangene Woche anonym Behauptungen von Derek Scissors, einem Forscher über asiatische Wirtschaftspolitik, wonach China nur 15 Tage für die "Umfrage über den wirtschaftlichen Fortschritt der 1,3 Millairden Chinesen" gebraucht habe und die Ergebnisse "so ausfallen sollten, dass sie der Kommunistischen Partei genehm sind". Das NBS habe ein vollständiges statistisches Umfragesystem eingerichtet, um die Akkuratheit und Effizienz der ökonomischen Daten zu gewährleisten, so der Beamte.

Im Mai hatte das NBS scharfe Diskussionen unter den chinesischen Online-Nutzern ausgelöst, als es bekannt gab, dass das Durchschnittseinkommen der Arbeitnehmer in den Städten im ersten Quartal 2009 in Höhe von 7399 Yuan (760 Euro) betrage. Viele in Städten lebende chinesische Arbeitnehmer zweifelten dies mit der Begründung an, dass die Zahl viel höher sei als das Gehalt, das sie eigentlich bekämen. Cheng Zilin vom NBS wies bei einem Interview mit Xinhua zurück, dass Unregelmäßigkeiten bei den Statistiken bestünden. Offizielle Statistiken würden zu oft angezweifelt und man müsse dringend das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Verlässlichkeit von Statistiken zurückgewinnen, heißt es bei Xinhua.

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Quelle: global times

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