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| 18. 02. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Jiangsu, der Nordteil des Jangtse-Flussdeltas, gab vergangenen Monat bekannt, die Mindestlöhne für Arbeiter um 12 Prozent auf 960 Yuan pro Monat anzuheben. Einige Unternehmen im Perlflussdelta im südchinesischen Guangzhou haben ebenfalls vergangenes Jahr freiwillig die Löhne für ihre Arbeiter wegen der Knappheit an Arbeitskräften durch die schnelle Erholung der Wirtschaft angehoben.
Zu der Angst vor Arbeitskräftemangel kommt außerdem, dass weniger Personen in Inlandprovinzen wie Sichuan und Anhui bereit sind, in Unternehmen Hunderte von Kilometern entfernt von zu Hause zu arbeiten. "Für Wanderarbeiter in Fabriken scheint die Arbeit in Küstenregionen nicht mehr so attraktiv wie ehemals zu sein. Sie haben mehr Jobmöglichkeiten zu Hause, da das Land Investitionen in die Inlandregionen steckt", sagte Chen Shida, Leiter des Forschungsinstituts für Arbeit und Wohlfahrt in Zhejiang.
Kostenlose Tickets und Lohnerhöhungen führen zu erhöhten Kosten für chinesische arbeitsintensive Unternehmen. Zusätzlich lassen steigende Grundstückspreise die Produktionskosten für Chinas Hersteller in die Höhe schnellen und schmälern die Gewinne. "Um wie viel können billige Herstellerfirmen die Löhne von Arbeitern anheben? Wir verdienen nur einen US-Dollar pro hundert Paar verkaufte Socken", sagte Weng Rongdi, Vorsitzender der Langsha Group, dem größten Socken- und Strumpfhersteller des Landes.
Zhuo Yongliang, Forscher am Institut für Entwicklung und Reform in der Provinz Zhejiang, warnt, dass chinesische Hersteller anhaltende Rückschläge wegen der immer geringeren Vorteile von geringen Kosten hinnehmen müssten. Zhuo und weitere Analysten schlagen vor, dass chinesische Unternehmen ihr Wachstumsmodell ändern sollten und mehr Gewinn durch technologische Verbesserungen, Innovationen und Markenführung erzielen sollten.
Quelle: Xinhua
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