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21. 03. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

US-Medien

Druck auf China wegen Yuan-Reform wird US-Wirtschaft schaden

Das Bestreben der US-Gesetzgeber, China unter Druck zu setzen, damit das Land seine Währung reformiert, diene dazu, China zum Sündenbock für die innerpolitischen Probleme zu machen, und könnte der US-Wirtschaft letztlich schaden, heißt es in Artikeln der letzten Tage in den großen US-Medien.

Diese in China produzierte Kleidung wird bei Marshalls in New York verkauft (18. März 2010). Die Amerikaner werden feststellen, dass eine Aufwertung des chinesischen RMB ihre Lebenskosten erhöhen würde, da so viele in den USA konsumierte Produkte in China hergestellt werden. [Foto: Xinhua]

Im Wall Street Journal hieß es am Donnerstag, dass US-Gesetzgeber "den Yuan zum Sündenbock machen und einen Handelsstreit mit China riskieren wollen". Die Zeitung berief sich dabei auf den Gesetzvorschlag des US-Senators vom Dienstag, in dem er China dazu aufruft, seine Währung, den Yuan, aufzuwerten.

Unter dem Druck des Wahljahres und der hohen Arbeitslosenrate veröffentlichten US-Senator Chuck Schumer und vier weitere Senatoren einen Gesetzvorschlag, der China mit Strafen auf Produkte aus China droht, wenn das Land den Yuan gegenüber dem US-Dollar nicht aufwertet. "China hat recht, dass es diesen Aufrufen nicht nachkommt, nicht zuletzt deswegen, weil eine hohe Aufwertung das Wachstum Chinas schädigen könnte", heißt es im Wall Street Journal in der Kolumne Review and Outlook. "China hat dazu beigetragen, die globale Wirtschaft aus der Rezession zu holen, und für die Welt ist es nötig, dass das weiter so geht."

In einem anderen Artikel mit dem Titel "Druck auf China und den Yuan hilft nicht weiter", der am Mittwoch auf der Webseite der Zeitschrift Time veröffentlicht wurde, äußert Michael Schuman, dass der Vorschlag von Schumer "deutlich zeigt, wie politisiert der Yuan geworden ist". Weiter heißt es in dem Artikel, dass Beijing "für Amerikaner, die sich wegen der hohen Arbeitslosenrate und einer unsicheren Erholung der Wirtschaft Sorgen machen, ein einfaches Ziel zur Beschuldigung für die Wirtschaftsschwierigkeiten der USA" sei. Doch "ein stärkerer Yuan ist kein Allheilmittel für die Wirtschaftsprobleme der USA."

Schuman meint, dass "der Glaube herrscht, dass wenn China zulasse, dass der Yuan aufgewertet werde, die US-Industrie wettbewerbsfähiger werde und sich das riesige Handelsdefizit mit China auflöse. Doch das könnte sehr wahrscheinlich Wunschdenken sein." Er stellte heraus, dass wenn der Yuan gegenüber dem US-Dollar aufgewertet würde, das US-Handelsdefizit mit China von 2005 bis 2008 sich sogar erhöhen würde. "Ein stärkerer Yuan könnte für die US-Wirtschaft in gewisser Hinsicht nachteilig sein", so er. Ein teurerer Yuan mache sämtliche chinesische Produkte in unseren Wal-Mart-Shops teurer – und das sei nicht gut für US-Konsumenten, die bereits mit Schulden und Jobunsicherheit belastet seien. Außerdem könnten die USA nicht die größeren Tendenzen, die durch die Globalisierung in Gang gesetzt wurden, mit der Aufwertung des Yuan rückgängig machen.

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Quelle: Xinhua

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