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| 14. 07. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die zentralchinesische Provinz Henan dürfte noch im Verlaufe dieses Monats die erste Provinz des Landes mit mehr als 100 Millionen Einwohnern werden, berichtete die Zeitung Henan Business Daily am Montag mit Verweis auf die örtliche Familienplanungsbehörde. Die Zahl der arbeitenden Menschen in der überwiegend ländlichen Provinz, welche die größte Quelle von Wanderarbeitern in China ist, werde zwischen 2013 und 2014 ihren Höhepunkt erreichen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua bereits im Februar. Offizielle Zahlen belegen, dass sich die Zahl der Menschen, die in der Provinz jedes Jahr auf den Arbeitsmarkt strömen, bereits verringert hat. Im Jahre 2007 waren es noch zwei Millionen, im folgenden Jahr 1,8 Millionen und im vergangenen Jahr nur noch 1,1 Millionen.
Wirtschaftlicher Einfluss
Stephen Green, der bei der Standard Chartered Bank in Shanghai für die Forschung über China zuständig ist, glaubt, dass das stagnierende Bevölkerungswachstum und die Zahl der Arbeiter erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft haben werden, wie China Business News am Montag berichtete. Laut Green werden die Nominallöhne der Low-Tech-Beschäftigten mit einer jährlichen Rate von 10 bis 15 Prozent kontinuierlich ansteigen, wodurch die Unternehmen wegen der Sozialversicherung ihrer Arbeitnehmer unter größeren Druck geraten. Dies führt laut Green dazu, dass die Fabriken weiter ins Inland ziehen, während die Dienstleistungsbetriebe, die sich nicht so leicht verlegen lassen, mit steigenden Kosten zu kämpfen haben.
Angesichts der Annahme, dass die Zahl der Arbeitenden bald ihren Höhepunkt erreicht, debattieren Forscher darüber, ob China seine "demographische Dividende" verlieren wird, welcher von vielen als ein wichtiger Faktor bei Chinas bemerkenswertem wirtschaftlichen Fortschritt angesehen wird. Im Gegensatz dazu wird laut einer Hochrechnung der indischen Regierung die Bevölkerung des südlichen Nachbarlandes bis im Jahre 2050 auf 1,61 Milliarden anschwellen und damit die Bevölkerungszahl Chinas übertreffen, wie die Economic Times am Sonntag berichtete.
Ma Li, ein Berater des chinesischen Kabinetts bei demographischen Fragen, sagte im Mai, dass das Land noch weitere 25 Jahre des "demografischen Vorteils" genießen könne. Li schlägt vor, dass China seine Produktionsmuster aktualisiere, um so dem Abnehmen der demographischen Dividende mit einem besser ausgebildeten Volk entgegenzuwirken. Auch Zhang machte geltend, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes nicht nur mit der Bevölkerungszahl verbunden sei, sondern auch von den Qualifikationen der Menschen abhänge. "Es ist sinnlos, einfach nur Bevölkerungszahlen zu vergleichen", so Zhang.
Quelle: Global Times
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