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| 11. 11. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Hydriertes Öl, ein Nahrungsbestandteil, der in vielen Backwaren wie auch im Essen von Restaurantküchen und privaten Küchen zu finden ist, ist ins Zentrum der Aufmerksamkeit von medizinischen Experten geraten. Diese warnen jetzt vor gesundheitlichen Konsequenzen.

Hydriertes Öl ist Bestandteil in vielen Nahrungsmitteln. Es findet sich in unzähligen Backwaren, aber auch im Essen von Restaurantküchen und privaten Küchen ist es zu finden. Nun ist es ins Zentrum der Aufmerksamkeit von medizinischen Experten geraten, die vor den Konsequenzen für die Gesundheit warnen. Hydriertes Öl ist in Schokolade, Keksen, Brot und Fast-Food zu finden. Verwendung findet das Öl seit den 1950er Jahren. In der Bevölkerung verursachte allerdings erst ein vor kurzem ausgestrahlter CCTV-Bericht Bedenken.
Deng Zeyuan, Ökotrophologe an der Universität Nanchang in der Provinz Jiangxi, erklärte, die Veränderung der Essgewohnheiten sei das eigentliche Problem. "Hydrierte Öle und Transfette sind Teil unseres Lebens geworden, wir haben jedoch keine Kontrolle darüber, wie viel wir davon wirklich essen", so Deng. "In China wird immer mehr Fast-Food konsumiert, wir nehmen deshalb heute mehr Fette zu uns, als noch vor einigen Jahren. Die Transfette sind zu einem wichtigen Bestandteil der täglichen Ernährung geworden."
Öle, die in vielen dieser Lebensmittel enthalten sind, sind häufig hydriert, was bedeutet, dass ihre essentiellen Fettsäuren in eine andere chemische Form konvertiert werden, um das Öl in einen festen Zustand zu verwandeln. Im Vergleich zu unbehandeltem Öl kann hydriertes Öl lange Zeit in Supermarktregalen verweilen, ohne ranzig zu werden. Ein US-Wissenschaftler hat das hydrierte Öl während des Ersten Weltkriegs hergestellt, in einer Zeit, in der Tierfett knapp war. Wissenschaftler hydrierten daraufhin Gemüsefette, um Öl zu gewinnen, wie CCTV berichtete. Über die Jahrzehnte hinweg hat sich der Gebrauch von hydriertem Öl gesteigert. Allerdings meinen Experten, dass Gesundheitsprobleme durch das Öl nicht ignoriert werden dürften, gerade in einer Zeit, in der mehr Menschen Zugriff auf verschiedene neue Lebensmittel haben.
Deng von der Universität Nanchang erklärte gegenüber Global Times, dass 20 bis 30 Prozent der Fettsäuren, die Transfette genannt werden, in je hundert Gramm von hydriertem Öl seien. Transfett wird häufig mit Herzinfarkt und Diabetes in Zusammenhang gebracht. Eine Studie der Uni Harvard von 1993 unterstützt die Hypothese, dass teilweise hydrierte Öle zum Herzinfarktrisiko beitragen. In der Studie belegen die Forscher, dass schon der Austausch von zwei Prozent der Energie von Transfett mit gesunden ungesättigten Fettsäuren das Risiko koronarer Herzkrankheiten um etwa ein Drittel reduziert.
Eine Studie von Zhao Ling und Fu Hong, beide Ökotrophologie-Professoren an der Universität Fuzhou in der Provinz Fujian, besagt, dass 87 Prozent der 167 Produkte, die in chinesischen Lebensmittelläden zu finden sind, Transfette enthalten. Die Studie bezieht sich auf den Zeitraum von 2005 bis 2009, und es heißt, die Konzentration von Transfett liege zwischen 20 und 46 Prozent pro hundert Gramm. Pommes Frites, Kuchen und Eiscreme hatten unter den getesteten Produkten den höchsten Gehalt.
Quelle: Global Times
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