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11. 11. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Lebensmittel

Süße Gefahr steckt in hydriertem Öl

Schlagwörter: Hydriertes Öl, Transfett, Gesundheit

Global Times fand heraus, dass bekannte Bäckereien in Beijing wie Holiland und Weiduomei ebenfalls in großem Maße von hydriertem Öl abhängen. Ein Angestellter von Weiduomei sagte, das Unternehmen benutze hydriertes Öl seit der Gründung 1992. Unter den Supermarktprodukten, in denen das Öl enthalten ist, sind Maxwell House Coffee, Nescafe und Masterkong Muffin. Auf den Verpackungen vieler Biskuitwaren und Fertignudelsuppen ist hydriertes Öl als Bestandteil angegeben.

Der Internationalen Diabetes-Vereinigung zufolge leiden 90 Millionen Erwachsene in China an Diabetes. In dem CCTV-Bericht heißt es, dass es die Regierung 36 Milliarden Yuan, oder 3,9 Milliarden Euro, kosten würde, wenn die Sterberate durch die Krankheit auch nur um zwei Prozent pro Jahr über die nächsten zehn Jahre steige. Diabetes-Fälle in China sind von 2,5 Prozent im Jahr 1994 auf 9,7 Prozent im Jahr 2008 gestiegen, heißt es in dem Bericht. "Wenn ein Patient 0,5 Gramm Transfett pro Tag zu sich nimmt, wird er schwerwiegendere Symptome haben als wenn er nur 0,1 Gramm zu sich nimmt", so Deng.

Andere Länder gehen das Problem bereits an. In Dänemark zum Beispiel ist der Verkauf von Ölen mit mindestens zwei Prozent Trans-Fett verboten. Im Oktober 2006 haben auf Druck von Behörden über 5.000 Fast-Food-Läden in den USA zugesichert, weniger hydriertes Öl zu verwenden. In den USA ist vorgeschrieben, dass bei Lebensmittelprodukten die Menge an Transfett auf der Packung angeben wird. In Kanada und Brasilien sind Kennzeichnungen auf den Lebensmitteln Pflicht, die angeben, ob sich über fünf Prozent Transfett in den Produkten befindet.

In China verbieten die Gesetze lediglich hydriertes Öl in Babynahrung, und die Menge an Transfett sollte in diesen Produkten weniger als drei Prozent betragen. Chen Junshi, Experte für Lebensmittelsicherheit und Ernährung an der Chinesischen Akademie für Ingenieurswesen in Beijing, sagte gegenüber CCTV, dass vor der Einführung neuer Regelungen eine Überprüfung stattfinden müsse.

Zhang Jian, der Leiter des Instituts für Lebensmittel und Ernährung am Chinesischen Zentrum für Krankheitskontrolle und -vorbeugung in Beijing, erklärte, sein Institut kontrolliere den Gebrauch von Transfett seit 2003. Vorläufige Zahlen belegen, dass die Menge an Transfett, die pro Kopf in China verzehrt wird, 0,6 Gramm beträgt. Deng Haihua, ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, sagte am Dienstag, das Ministerium sei dabei, die fraglichen Lebensmittelbestandteile zu überprüfen und es habe vor, bessere Auszeichnung auf Packungen von Produkten vorzuschreiben, die das Öl enthalten.

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Quelle: Global Times

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