Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>Fokus Schriftgröße: klein mittel groß
22. 12. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Heim versus Familie

Altenpflege in China: Teuer und knapp

Schlagwörter: Altenpflege Altersheim Familienpflege Wohnviertel

Der Sekretär des Altersheims mit dem Nachnamen Liu sagt: "Wir nehmen hier nur die älteren Menschen auf, die noch für sich selbst sorgen können. Die Menschen, die hier leben, waren früher einmal Ärzte, Journalisten oder Professoren. Sie wollen nicht in ein öffentliches Altersheim." Die vom Staat betriebenen Heime sind zwar billiger. Die Monatskosten liegen jedoch bei 3000 Yuan, aber es gibt einfach keine freien Plätze.

"Um ein Bett im öffentlichen Altersheim zu bekommen, muss man zwei Jahre warten. Die Betten sind zu knapp", sagt der 78-jährige Liu Tianqing, der früher Professor an der Peking-Universität war. Vorher wohnte Liu kurz in einem bekannten Altersheim in Beijing. "Die Bedingungen waren dort nicht sehr gut. Nachdem ich einmal dort gegessen hatte, litt ich fast einen halben Monat an Durchfall", sagt er.

In Beijing gibt es derzeit weniger als 40.000 Betten. Die Betten reichen für nur 1,8 Prozent der Alten über 60. In den Industrieländern liegt der Anteil bei etwa fünf bis sieben Prozent.

Liu Jingmei arbeitet im Altersheim Aimujia. Sie ist im Jahr 1987 geboren und hat vor kurzem ihr Studium abgeschlossen. Sie liebt die Arbeit in der Altenpflege, aber sie will ihre eigenen Eltern nicht in ein Heim geben.

Sie sagt, die älteren Leute hier seien qualifiziert, aber nicht alle können ihre Meinungen ändern. Die von den Kindern hier geschickten Bewohner fühlen sich nicht so froh. Nur die aktiv kommenden Menschen können erst ruhig leben.

In China lebt die Familie traditionell zusammen. Es ist noch außergewöhnlich, dass die jungen Mitglieder einer Familie die älteren ins Altersheim schicken oder sie selbst entscheiden, in einem Altersheim zu leben, obwohl viele Familien keine Bedingungen haben, zu Hause das Alter zu pflegen.

"Ich werde meine Eltern nicht ins Altersheim geben, selbst wenn die Bedingungen viel besser als zu Hause sind. Wie kann man einen Pfleger mit der Familie vergleichen?" sagt Qi Yang, Angestellter in einer ausländischen Firma. Aber er weiß auch, dass in der heutigen Gesellschaft eine Stellungnahme mehr wie ein Slogan ist, weil er sich gerade in der allgemeinen Situation der Generation des Einzelkindes befindet, dass ein junges Paar die beiden Elternpaare versorgen müssen. Er und seine Frau haben gerade eine Wohnung gekauft und müssen jeden Monat 6000 Yuan für den Kredit aufwenden. Wie könne er sich da noch ein Heim für die Eltern leisten. Auch die Eltern seiner Frau seien pensioniert.

   zurück   1   2   3   vorwärts  


Quelle: german.china.org.cn

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr