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13. 04. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Lebensmittelsicherheit

Giftige Stoffe in Babynahrung entdeckt

Schlagwörter: Giftige Stoffe,Babynahrung,Nestlé,Hipp

Schwedische Forscher haben geringe Mengen Arsen und andere Gifte, in gut verkauften Babynahrungsprodukten gefunden. Unter den Herstellern sind auch Marken wie Nestlé oder Hipp.

Die jüngsten Untersuchungsergebnisse an Babynahrung sind äußerst besorgniserregend. Ein schwedisches Forscherteam untersuchte eine ganze Reihe von Babynahrungsprodukten und fand hier Spuren von Gift. Unter den Herstellern sind auch namhafte Produzenten wie Organix, Hipp, Nestlé und Holle, berichtete die britische Zeitung Sunday Telegraph.

Die enthaltenen Giftstoffe wie Arsen, Cadmium, Blei und Uran lagen zwar noch unter dem für Säuglinge gefährlichen Giftgrenzwert der Weltgesundheitsorganisation, bei langfristigem Verzehr tritt aber auch hier ein Gesundheitsrisiko für Babys auf.

Im Journal of Food Chemistry erschien die Studie der Wissenschaftler der Abteilung für Metalle und Gesundheitsschutz am Karolinska Institut in Stockholm. Die Wissenschaftler der Studie erklärten, dass die giftigen Substanzen hauptsächlich über die verwendeten Rohstoffe in die Babynahrung gelangten. Reis, Weizen und Hafer würden giftige Elemente über den Boden und das Wasser aufnehmen.

Von besonderer Bedeutung ist die hohe Konzentration von Arsen in Reis-Beikost. Vor zwei Jahren warnte bereits die britische Lebensmittelbehörde Food Standards Agency offiziell davor, Säuglinge und Kleinkindern Reismilch als Ersatz für Muttermilch oder Kuhmilch zu geben, weil diese geringe Mengen an Arsen enthalten könne. Arsen ist nicht nur giftig, sondern kann auch die Entwicklung bestimmter Krebsarten fördern. Die gefährlichste Form ist anorganisches Arsen.

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bemüht sich darum, neue Grenzwerte für Schadstoffe in Lebensmitteln, vor allem in Baby- und Kleinkindernahrung festzulegen.

Die schwedischen Forscher sagten, die Menge an giftigen Elementen sei jedoch um einiges höher als in der Muttermilch. Zum Beispiel HiPP Bio-Pfirsich und Banane Frühstückbrei enthielt 1,7 Mikrogramm Arsen, 0,13 Mikrogramm Cadmium und 0,33 Mikrogramm Blei.

Nestlé China reagierte gestern Abend auf den Bericht und erklärte, dass die betroffenen Nestlé-Produkte sicher seien und den Kriterien der EU entsprächen. Außerdem werden die erwähnten Produkte nicht in China verkauft. Die Produkte anderer Marken werden nicht offiziell in China eingeführt.

China will Sicherheitsvorschriften für Babynahrung verschärfen

Die chinesischen Gesetzgeber wollen die Hersteller von Babynahrung in die Mangel nehmen: Sollte ein derzeit diskutierter Gesetzesentwurf angenommen werden, müssen diese bald ihr gesamtes Rohmaterial wie auch ihre fertigen Produkte auf die giftige Chemikalie Melamin testen.

Quelle: german.china.org.cn

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