Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>Fokus Schriftgröße: klein mittel groß
03. 06. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Umweltschutz

Innere Mongolei will der Bergbau-Industrie auf die Finger schauen

Schlagwörter: Innere Mongolei Bergbau Industrie, Protesten, Xilingol

Die Behörden in der Inneren Mongolei begannen am Mittwoch, die Kohlebergbaubetriebe der Provinz zu überprüfen. Zuvor hatte der Tod eines Hirten, der von einem Kohletransporter überfahren worden war, zu Protesten geführt.

Der tödliche Unfall hat zu erhöhter Besorgnis über die Vorgehensweise der Bergbaufirmen in der rohstoffreichen Region geführt. Das regionale Bergbauamt forderte deswegen die lokalen Kontrollstellen auf, die Bergwerke zu überprüfen, um sichere Förderpraktiken zu gewährleisten. Auch soll die Umwelt und das Wohlergehen der Anwohner besser geschützt werden. Die Untersuchung dauert insgesamt einen Monat.

Unternehmen, die ohne Lizenz betrieben werden, die Umwelt verschmutzen, die Sicherheitsmängel haben oder die Anwohner ernsthaft belästigen, werden nach der Untersuchung geschlossen, sagte Wang Junfeng, stellvertretender Leiter des regionalen Bergbauamts. Neue Minen, welche nicht die Zusage von lokalen Umweltschutzbehörden bekommen haben, dürfen ebenfalls nicht mehr betrieben werden, fügte er hinzu.

Bagatur, der Vorsitzende der Regionalregierung der Autonomen Region Innere Mongolei, hatte bereits zuvor Reportern gesagt, dass die Behörden alle Hebel in Gang setzen würden, um sämtliche Minen zu finden, welche die Umwelt schädigen oder das Interesse der Anwohner verletzen. "Diese Sache können wir nicht länger ignorieren", sagte er. "Wir wollen eine gründliche Untersuchung einleiten, in deren Folge keine Einzelperson und kein Unternehmen verschont bleiben, bei dem Verstöße festgestellt wurden."

Die Untersuchung des regionalen Bergbaus fällt mit einem Prozess gegen vier Personen zusammen, die einen mongolischen Hirten namens Mergen getötet haben. Dieser hatte gegen den Lärm und den Staub protestiert, den die Kohletransporte Tag und Nacht in seinem Dorf in der Nähe von Xilingol verursachen. Mergen und 20 andere Dorfbewohner versuchten am 10. Mai, den Weg der Kohlelastwagen zu versperren und mit den Fahrern zu reden. Polizeiangaben zufolge durchbrach einer der Lastwagenfahrer die Sperre und schleppte Mergen 145 Meter weit mit sich. Dabei kam der Hirte ums Leben.

Der Fahrer Li Lindong und der Beifahrer Lu Xiangdong wurden der vorsätzlichen Tötung angeklagt. Zwei weiteren Personen wirft das Gericht die Behinderung der Justiz vor. Die Verdächtigen haben sich vor dem Mittleren Volksgericht in Xilingol zu verantworten. Der Richter sagte, dass der Fall öffentlich verhandelt werden soll.

1   2   vorwärts  


Quelle: Xinhua

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr