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03. 06. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Umweltschutz

Innere Mongolei will der Bergbau-Industrie auf die Finger schauen

Schlagwörter: Innere Mongolei Bergbau Industrie, Protesten, Xilingol

Wang sagte, dass dieser Unfall der Auslöser für die Überprüfung der Bergwerke war. Bei einer vorläufigen Untersuchung, die am 20. Mai begann, wurden vier Minenbetriebe vollständig geschlossen. Bei 34 weiteren wurde wegen operativer Mängel eine zeitweilige Schließung verfügt. Dabei handelt es sich um Umweltverschmutzungen, Belästigungen der lokalen Anwohner und Sicherheitsfragen. Das Kohlewerk in Xilingol, das in den Tod des Hirten verwickelt war, wurde bereits im Rahmen dieser vorläufigen Untersuchung geschlossen.

Die Region Xilingol verfügt über 180.000 Quadratkilometer Grasland. In ihr befinden sich rund 114,8 Milliarden Tonnen Kohle, was ungefähr 15 Prozent der landesweiten Kohlereserven entspricht. Der Bergbau hat der Region zwar einerseits einen gewissen Wohlstand eingebracht. Gleichzeitig werden jedoch auch die Sorgen wegen der ökologischen Belastung immer lauter. Lokale Beamte versprachen, dass sie das Grasland nicht der industriellen Entwicklung opfern wollen. "Wir wollen nun nur noch umweltfreundliche Projekte mit einem geringen Wasserverbrauch", sagte Xin Wenyin, stellvertretender Chef von Xilingol. "Wir entdeckten illegale Fälle von Kohleförderung und sind nun daran, diese Firmen zu schließen."

Die Innere Mongolei hält mit 741,4 Milliarden Tonnen die größten Kohlereserven Chinas. Im ersten Quartal des laufenden Jahres wurden in der Autonomen Region 210 Millionen Tonnen gefördert. Dies ist im Vergleich zur gleichen Periode im Vorjahr eine Steigerung um 27,5 Prozent. Über das ganze Jahr 2010 gerechnet, produzierte die Innere Mongolei 787 Millionen Tonnen Kohle. Damit löste sie die Provinz Shanxi als wichtigsten Kohleproduzenten des Landes ab.

Die Innere Mongolei mit ihrem Grasland und den Wäldern dient auch als natürliche Barriere gegen Sandstürme und gegen eine Desertifikation. Umweltschützer warnen deshalb, dass eine Schwächung des Ökosystems in der Inneren Mongolei zu schweren ökologischen Missständen führen könnte.

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Quelle: Xinhua

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