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19. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Angriffe der Taliban nehmen in Afghanistan wieder zu

Bei zwei separaten Zwischenfällen am Montag hat die Polizei insgesamt 15 Verdächtige festgenommen. Sie werden beschuldigt, in und um Kabul an Aktivätiten gegen die Regierung teilgenommen zu haben. Die Anschläge werfen einen Schatten auf die Antrittszeremonie von Hamid Karzai, der vor einigen Tagen zum Gewinner der Präsidentschaftswahlen erklärt worden war. In seiner ersten Pressekonferenz nach dem Sieg forderte Karzai die Taliban auf, die Waffen niederzulegen und an einem Friedensprozess mitzuarbeiten.

Gemäß eines in London abgefangenen Schreibens des Geheimdienstes sind Karzai und die internationalen Truppen bereits daran, eine "strategische Aussöhnung" mit einigen Mitgliedern der so genannten Quetta Shura der Taliban auszuarbeiten. Bisher kam es jedoch zu keiner Einigung, da die Taliban sehr strikte Vorbedingungen formuliert haben. Eine von ihnen ist es, dass alle ausländischen Truppen das Land verlassen, bevor Friendensgespräche beginnen können. "Es sollten Schritte unternommen werden, die zeigen, dass die ausländischen Truppen Afghanistan bereits verlassen", sagte Wakil Ahmad Mutawakkil, der Außenminister des ehemaligen Talibanregimes, gemäß Medienberichten am Freitag bei einem Interview.

Vor seinem Wahlsieg hatte Karzai versprochen, dass nach seiner Amtseinführung seine neue Regierung mit den Aufständischen Gespräche führt. Doch die Taliban verweigern diese. Sie betonen, dass die gegenwärtige Regierung angesichts der ausländischen Truppen keine Legitimation habe.

Unabhängig davon hat der britische Premierminister Gordon Brown am Montagabend angekündigt, dass London eine internationalen Konferenz plant, auf der es darum gehen soll, wie die Verantwortung für die Sicherheitslage allmählich an die afghanischen Truppen übergeben werden kann. Dies, obwohl er kurz zuvor gesagt hat, dass Großbritannien plant 500 zusätzliche Truppen bis Ende des Monats nach Afghanistan zu schicken.

Ebenfalls am Montag hat der US-Präsident Barak Obama, der Shanghai als Teil seiner neuntägigen Asienreise besuchte, erklärt, dass Al-Kaida nach wie vor die größte Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstelle. Obama will in den nächten Tagen die Entscheidung fällen, ob er die 40.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken soll, die der US-Militärkommandant Stanley McChrystal angefordert hat.

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Quelle: Xinhua

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