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25. 01. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

US-Marine beendet Einsatz im Irak

Die US-Marine hat am Samstag nach nahezu sieben Jahren im Irak ihr Kommando in der Provinz Anbar der irakischen Armee übergeben. Die Ablösung signalisiert den Beginn eines beschleunigten Abzugs der amerikanischen Truppen im Zuge der Verlegung des Fokus auf den Krieg in Afghanistan.

US-Vize-Präsident Joe Biden spricht bei einer Nachrichtenkonferenz mit dem irakischen Präsidenten Jalal Talabani in Bagdad (23. Januar 2010).

Die US-Marine hat am Samstag nach nahezu sieben Jahren im Irak ihr Kommando in der Provinz Anbar – früher eines der heftigsten Kampfgebiete, doch heute ein Kernstück der amerikanisch-irakischen Kooperation – der irakischen Armee übergeben. Die Ablösung, beaufsichtigt von ranghohen Militärs und mehreren einflussreichen Sunni-Scheichs von Anbar, signalisiert den Beginn eines beschleunigten Abzugs der amerikanischen Truppen im Zuge der Verlegung des Fokus auf den Krieg in Afghanistan.

US-Kommandeure sehen die Verbesserung der Sicherheitssituation an Orten wie der westlichen Provinz Anbar als ein Zeichen dafür, dass ihre Partnerschaft mit den irakischen Sicherheitskräften gut läuft und dass die lokalen Truppen die Sicherheit des Landes gewährleisten können. Doch Angst vor einem möglichen Wiederaufflammen der religiösen Spannungen wächst – unter anderem wegen des Plans der shiitisch-dominierten Regierung, über 500 Parlamentskandidaten wegen Verdachts auf Verbindungen zum Regime Saddam Hussein auf die schwarze Liste zu setzen.

In Bagdad traf US-Vize-Präsident Joe Biden am Samstag irakische Spitzenpolitiker, um zu versuchen, den Druck zu mildern. Während er nach einem Treffen mit Präsident Jalal Talabani gegenüber Journalisten erklärte, dass es bei den Irakern und nicht bei ihm liege, das Problem zu lösen, unterstrich sein Besuch die Besorgnis Washingtons. Das Weiße Haus befürchtet, dass die Sperren Fragen über die Gerechtigkeit der Parlamentswahl am 7. März aufwerfen könnten, die als ein wichtiger Schritt im Zeitplan des Rückzugs der US-Truppen angesehen wird und als eine Methode, eine politische Sackgasse bei wichtigen Angelegenheiten wie der Aufteilung der Einnahmen des Iraks durch Öl zu umgehen. „Ich bin zuversichtlich, dass Iraks Spitzenpolitiker das Problem sehen und an einer Lösung arbeiten“, so Biden bei seinem Besuch.

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Quelle: China Daily

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