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10. 04. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Drei japanische Drogenschmuggler in China hingerichtet

Drei japanische Männer sind am Freitag in China wegen Drogenschmuggels hingerichtet worden. Bereits am Dienstag war ein weiterer, und gleichzeitig der erste japanische Staatsbürger in China wegen Drogenschmuggels hingerichtet worden.

Drei japanische Männer sind am Freitag in China wegen Drogenschmuggels hingerichtet worden, gab das Oberste Volksgericht in China bekannt. Teruo Takeda, 67, Hironori Ukai, 48, und Katsuo Mori, 67, wurden in der nordostchinesischen Provinz Liaoning hingerichtet.

Takeda war im Juni 2003 des Kaufs von rund fünf Kilogramm Methamphetaminen in China und der Anstiftung anderer Japaner, die Drogen aus China zu schmuggeln, überführt worden. Seine Komplizen wurden an Flughäfen in Dalian und Shenyang festgenommen, als sie versuchten, die Drogen im darauf folgenden Monat nach Japan zu schmuggeln.

Takeda wurde im Juni 2004 festgenommen, als er über 2,9 Kilogramm Aufputschmittel mit anderen Drogendealern handelte, heißt es in einer Stellungnahme des Gerichts. Ukai wurde im September 2003 von der Polizei an einem Flughafen gefasst, als er und ein koreanischer Komplize versuchten, mit unter ihrer Kleidung versteckten Drogen durch die Sicherheitschecks zu kommen. Bei Ukai wurden rund 1,5 Kilogramm Drogen gefunden. Mori wurde von der Polizei im Juli 2003 gefasst, als er versuchte, mit 1,25 Kilogramm Drogen ein Flugzeug von Shenyang nach Japan zu nehmen. Sein japanischer Komplize sei immer noch auf der Flucht, so das Gericht.

In der Stellungnahme heißt es weiter, dass Takeda und Ukai vom Mittleren Volksgericht Dalian zum Tode verurteilt wurden, und dass Mori's Fall vom Mittleren Volksgericht Shenyang behandelt wurde. Das Oberste Volksgericht bestätigte die Todesstrafen.

Drogenschmuggel ist nach chinesischem Strafrecht ein schweres Verbrechen, und Personen, die des Schmuggels, des Verkaufs oder der Herstellung von über 50 Gramm Methamphetaminen oder Heroin überführt werden, können zum Tode verurteilt werden.

Die drei Japaner wurden während ihrer Haft und Prozesse legal behandelt, und ihr Recht auf Berufung wurde gewährleistet, heißt es in der Stellungnahme. Alle Personen, unabhängig von ihrer Nationalität, würden bei der Anwendung des chinesischen Rechts gleich behandelt, und die Aufrechterhaltung der Todesstrafe in China bei Drogenverbrechen helfe, vor derartigen Verbrechen abzuschrecken und diesen vorzubeugen, heißt es weiter.

Die drei Japaner waren zusammen mit Mitsunobu Akano, der am Dienstag hingerichtet worden war, die erste Gruppe an Japanern, die in China hingerichtete wurde, seit sich die diplomatischen Beziehungen zwischen China und Japan 1972 normalisiert haben.

Quelle: Xinhua

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