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| 09. 05. 2012 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Das japanische Verteidigungsministerium hat gestern gemeldet, dass ein Aufklärungsflugzeug fünf chinesische Kriegsschiffe entdeckt hat, die sich 650 Kilometer südwestlich von Okinawa Hontō befanden und in Richtung Südpazifik unterwegs waren.

Die Kriegsschiffe in einer Kolonnenformation
Bei der Bekanntgabe der Meldung hatte das japanische Militär einige Fotos gezeigt, die von einem Aufklärungsflugzeug des Typs "P3C" aufgenommen worden waren. Die besagte chinesische Flotte besteht aus zwei Raketenzerstörern, der "Guangzhou" (Rumpfnummer 168) und der "Wuhan" (169), zwei Raketenfregatten, der "Chaohu" (568) und der "Yulin" (569) sowie dem amphibischen Transportdock "Kunlunshan" (998).
Die Kriegsschiffe seien in einer Kolonnenformation gefahren und hätten auch die Fahrt in anderen Formationen geübt. Zudem hat das japanische Flugzeug auch ein Bild von einem Hubschrauber des Typs "Z-8" aufgenommen, der von einem der Schiffe aus gestartet war.
Es ist sehr merkwürdig, dass chinesische Kriegsschiffe südwestlich an Okinawa Hontō vorbei und weiter Richtung Süden fahren. Auf der Landkarte sieht man ganz deutlich, dass sich die Flotte den Philippinen nähert. Dies habe, so verschiedene Medienkommentaren, offensichtlich mit der Konfrontation zwischen China und den Philippinen wegen der Huangyan-Insel (von der philippinischen Seite "Panatag Shoal" genannt) zu tun. Sowohl China als auch die Philippinen erheben Anspruch auf die Insel. Derzeit kann jedoch keines der beiden Länder eine hundertprozentige Kontrolle über das Gebiet ausüben.

Die Kriegsschiffe (Eine Collage von fünf einzelnen Bildern)
Am 11. April erst hatte ein philippinisches Kriegsschiff versucht, zwölf chinesische Fischerboote zu beschlagnahmen, die wegen schlechter Wetterbedingung in der Lagune der Huangyan-Insel vor Anker gegangen waren. Die chinesische Küstenwache sandte daraufhin zwei Patrouillenschiffe zum Ort des Geschehens und konnte die Fischer befreien. Dennoch dauert die Konfrontation zwischen den Schiffen der Küstenwache beider Seiten bis heute an. Inzwischen haben die Philippinen einen internationalen Schiedsspruch bezüglich der Souveränitätsfrage um die Insel gefordert, der jedoch von China entschieden abgelehnt wurde.

Der Hubschrauber des Typs "Z-8"
Das chinesische Außenministerium hat gestern eine hart formulierte Stellungnahme abgegeben: China sei demnach für den Fall einer Eskalation des Territoriumsstreits mit den Philippinen für alle Eventualitäten vorbereitet.
In einer Online-Umfrage von www.ifeng.com waren über 90 Prozent der 36.000 Teilnehmer der Meinung, dass China sein Territorium notfalls auch mit Gewalt verteidigen müsse.
Quelle: german.china.org.cn
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