Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>International Schriftgröße: klein mittel groß
26. 09. 2015 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Xi richtet seine Botschaft direkt an das amerikanische Volk

Schlagwörter: China Xi USA Obama Volk

Xi stellte jedoch auch sicher, dass er in seiner Rede auf die amerikanische Popkultur verwies. Wie beispielsweise sein sehr wirksamer Kommentar, dass der aktuelle Kampf gegen Korruption in China kein Machtkampf und nicht wie etwas aus der sehr beliebten TV-Serie "House of Cards" sei. Es vermittelte so beim amerikanischen Publikum den Eindruck, dass es strukturelle und politische Gründe für die Bekämpfung der Korruption in China gibt, die über die Ausweitung der Macht einiger Individuen hinausgehen.

Seine Bezugnahme auf eine Reihe von amerikanischen Autoren von Thoreau bis Whitman zeigte zudem auch einen gewissen Grad der Vertrautheit mit der US-amerikanischen Kultur – und gab dem Publikum das Gefühl, dass Xi einige Zeit darauf verwendet hat, Amerika zu verstehen. Er verwendete eine ähnliche Technik, als er 2013 in Russland sprach.

Doch bei all dem Hand ausstrecken in Richtung des amerikanischen Volkes gab es ein Wort in Xis Rede, das immer wieder auftauchte – es ist die zentrale Botschaft, die er dem amerikanischen Volk zu Hören geben will. Und dieses Wort lautet "Respekt". Wenn Xi von "Beziehungen zwischen Großmächten" redet – einem Motiv, zu dem er während seiner Ausführungen zur Cybersicherheit, der Lage im Südchinesischen Meer und rund um die Probleme der Schaffung neuer wirtschaftlicher Partnerschaften immer wieder zurückkehrte – dann führt diese Betonung des "Respekts" dazu, dass der Präsident seine beiden wichtigsten Zielgruppen anspricht.

Für die Amerikaner ist eine Erklärung, die sie dazu auffordert, China besser verstehen zu müssen, seine Komplexität und Nuancen zu sehen, kurz: nicht einfach irgendein Feindbild von ihm zu malen, sondern seine Wünsche und Träume ernstzunehmen.

Für die Chinesen ist das Wort "Respekt" auch sehr interessant. Sie möchten nicht, dass ihr politischer Führer in die USA geht und dort zänkisch und schwierig erscheint – aber auch nicht schwach. Deutlich zu machen, wie wichtig der gegenseitige Respekt ist, war deswegen eine wichtige Nachricht an das amerikanische Volk.

Dies ist ein mutiger Versuch, durch die Worte und die Persönlichkeit seines aktuellen Präsidenten ein Bewusstsein für China zu schaffen. Doch die US-Innenpolitik ist derzeit zerstritten – insbesondere bezüglich der Politik gegenüber China. Es ist daher wichtig, dass Präsident Xi etwas zu der Debatte beiträgt.

Aber, wie heißt es doch bei Konfuzius so schön: Man kann ein Pferd zum Wasser führen, aber man kann es nicht zwingen, zu trinken. Die entscheidende Frage ist nun, ob Xis Versuch, eine engere Bindung mit amerikanischen Volk einzugehen, funktioniert hat.

Folgen Sie German.china.org.cn auf Twitter und Facebook und diskutieren Sie mit!
   zurück   1   2  


Quelle: german.china.org.cn

   Google+

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr