Islam in China (Teil 3): Immigration

Im frühen 13. Jahrhundert begann Dschingis Khan, der Anführer der Mongolen und Gründer der Yuan-Dynastie, eine großangelegte Expedition nach Westen.

In dieser Periode immigrierten Hundertausende von zentralasiatischen, persischen und arabischen Muslimen nach China. Sie siedelten sich hauptsächlich in den heutigen Provinzen Gansu, Henan, Shandong, Yunnan, Shaanxi und den autonomen Gebieten Xinjiang und Ningxia an.

In der Yuan-Dynastie nahm der Islam in China Gestalt an. In dieser Zeit wurden in fast allen Städten, in denen sich Muslime ansiedelten, Moscheen errichtet.

Zu den berühmtesten Moscheen in China gehören die Huaisheng Moschee in Guangzhou, die 996 errichtete Niujie Moschee in Südbeijing und die Heiliger Kranich Moschee in Yangzhou in der ostchinesischen Provinz Jiangsu, die 1274 von Buhaddine von Mekka erbaut wurde und immer noch ein wichtiger Ort der Gottesverehrung ist.

Als Buhaddine 1274 in Yangzhou starb, wurde er von seinen Anhängern auf einem nach Mekka gerichteten Gebirgsausläufer beigesetzt.

Seine Begräbnisstätte entwickelte sich zu einem Friedhof, der als Huihuitang (islamischer Hof) bekannt ist. Vor allem arabische Muslime, die in der Song-, Yuan- und Ming-Dynastie verstarben, wurden hier beigesetzt.

Die Herrscher der Yuan-Dynastie erlaubten Immigranten ihre religiösen Überzeugungen beizubehalten. Während der Dynastie war der soziale Status der ausländischen Muslime sogar höher als der der ansässigen Han-Chinesen.

In der Ming- und der Qing-Dynastie wurde der islamischen Religion und Kultur weiteres Wachstum ermöglicht.

Ein Beispiel ist der Hui Muslim Zheng He (1371-1435), der von den Ming-Herrschern zum Kommandanten ihrer machtvollen Flotte, der größten der damaligen Welt, ernannt wurde.

Zheng unternahm zwischen 1405 und 1433 sieben maritime Expeditionen. Sie begannen in Taicang, an der Küste der Provinz Jiangsu, und führten über das südchinesische Meer bis in den persischen Golf.

Nach der Gründung des neuen China 1949 wurde der Glaube der chinesischen Muslime von der Regierung weiterhin respektiert und geschützt.

1953 wurde die Islamische Vereinigung Chinas gegründet. Sie wird gegenwärtig von 16 islamischen religiösen Führern geleitet. Die Zielsetzung der Vereinigung ist die Verbreitung des Koran in China.

Außerdem wurden landesweit islamische Organisationen gegründet, um die inter-ethnischen Aktivitäten zwischen den Muslimen zu koordinieren.

(China.org.cn, 28.. Mai 2003)