| Opern in China (Teil VII): Zhao Shuangwu und das „Heim der Pekingoper-Fans“(2) |
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In der letzten Folge stellten wir Ihnen bereits Zhao Shuangwu und die von ihm gegründete Organisation „Heim der Pekingoper-Fans“ vor. Auch die nächsten beiden Beiträge werden sich mit Zhao und seiner Organisation beschäftigen. „Droge“ Pekingoper Zhao lebt gemeinsam mit seiner Frau Zhao Lan im Süden von Beijing in einem „Siheyuan“, einem Hofhaus, umgeben von „Hutongs“, den traditionellen Pekinger Wohnvierteln. Sie teilen ihr Heim mit zwei kleinen Papageien, die frei in dem eingeschossigen, keine 20 Quadratmeter grossen Haus umherfliegen. Den ganzen Tag über läuft der Fernseher, immer eingestellt auf Übertragungen von Pekingopern. Die Pekingoper sei für ihre echten Anhänger wie eine Droge, sagt Zhao Shuangwu. Sie würden am liebsten singen, sobald sie eine „Jinghu“, die klassische Pekingopergeige, hören. Der 66 Jahre alte Zhao ist der Sohn eines Handwerkers, der farbenfrohe Blumen, Vögel und Figuren an Gebäuden malte, die im Stile der traditionellen chinesischen Architektur erbaut wurden. Jeden Tag in seiner Kindheit habe er sich gewünscht, dass es regnet, denn wenn es regnete, habe sein Vater nicht gearbeitet und ihn mit zum alten Jixiang-Theater am Wangfujing genommen. Dort habe er die billigsten Tickets gekauft und sie hätten den Auftritten von so großartigen Sängern wie Mei Lanfang (1894-1961) und Ma Lianliang (1901-1966) beigewohnt, erinnert sich Zhao. Als er aufwuchs, trat Zhao in die Fußstapfen seines Vaters und arbeitete als Handwerker für die Immobilienverwaltung des Beijinger Stadtbezirkes Xuanwu. In den 50er Jahren traf er seine zukünftige Braut Zhao Lan, die damals in einer Knopffabrik arbeitete. In Bezug auf die Pekingoper waren die Beiden verwandte Seelen. Seit ihrer frühen Kindheit verfügte Zhao Lan über ein naturgegebenes Talent für diese Kunst, aber ihre Eltern erlaubten ihr nicht, eine Karriere als Sängerin zu beginnen. Keine gute und anständige Familie hätte ihrer Tochter erlaubt, die Oper zu singen. Eine feudale Einstellung, erklärt sie. Aber heimlich lernte sie Teile der Pekingoper. In den 1950er Jahren trat sie sogar einige Jahre mit einer privaten Gruppe auf. Nach ihrer Heirat geriet Zhao Lans Traum als Sängerin aufzutreten in Vergessenheit, bis ihr Sohn, Zhao Yu, begann die Jinghu zu lernen. Er habe jeden Tag auf dem Instrument geübt und sie habe dazu gesungen. Dabei hätten sie ihr Zusammenspiel aufgenommen. Eines Tages habe er seinem Lehrer eine Aufzeichnung mitgebracht und dieser habe gesagt, dass seine Mutter ausgesprochen talentiert sei, erinnert sich Zhao Lan voller Stolz. Sie sei beinahe in Tränen ausgebrochen, als sie diese Bemerkung hörte. Das Paar ist äußerst stolz darauf, dass ihr Sohn ein professioneller Musiker bei der bekannten Fenglei Pekingoper-Gruppe wurde. Ihre Enklin Zhao Chaoran studiert gegenwärtig an einer Pekingoper Schule in Beijing. (Am Donnerstag, den 12. Juni, erscheint der dritte und letzte Teil zu Zhao Shuangwu und dem „Heim der Pekingoper-Fans“.) (China Daily/Überstetzt von china.org.cn, 10. Juni 2003) |


