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Mehr über Tibet:
Dach der Welt
Bilder aus dem weiten Land
100 Fotografen sehen Tibet
Die Tibetbahn - Bilder einer Reise
Die Qinghai-Tibet-Eisenbahn
40 Jahre Autonomes Gebiet Tibet
Herbststimmung in Tibet
Souvenirs und Spezialitäten aus Tibet
2006       2005

Kultur

Bis Ende 2005 gab es im ganzen Autonomen Gebiet Tibet 24 Kunstensembles, 172 Kulturhäuser und -stationen, vier öffentliche Bibliotheken und zwei Museen, außerdem gab es noch eine Rundfunkstation, 34 Sendestationen für Mittel- und Kurzwelle und Relaisstationen sowie fünf Fernsehstationen. 84,9 Prozent beziehungsweise 86 Prozent der Bevölkerung werden jeweils von Rundfunk und Fernsehen erreicht. Es wurden verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und Bücher herausgegeben, ihre Gesamtauflage lag jeweils bei 44,27 Millionen, 2,83 Millionen beziehungsweise 8,6 Millionen Exemplaren.

Der Kunstbereich nahm einen lebhaften Aufschwung. Auf den Kulturbühnen zeichnete sich eine Blüte ab. Zwischen 2001 und 2005 wurden 603 neue Bühnenstücke und Darbietungsnummern sowie 289 neue Lieder von verschiedenen Kunstensembles im ganzen Autonomen Gebiet Tibet geschaffen. Viele davon zeigten in verschiedenen großen Wettbewerben auf der Ebene des Autonomen Gebiets und des Landes hervorragende Leistungen und wurden mit ingesamt 43 Nationalpreisen und 222 Preisen des Autonomen Gebiets ausgezeichnet. Die Erforschung und Präsentation der volkstümlichen Kunst erreichte ebenfalls ein hohes Niveau. Die 17 volkstümlichen Kunstensembles des ganzen Autonomen Gebiets geben jährlich im Durchschnitt 800 Vorführungen. Sie treten mit vielfältigen Programmdarbietungen bei großen und kleinen Festen vor den tibetischen Einwohnern auf. Statistiken zufolge gaben die verschiedenen Kunstensembles in den vergangenen fünf Jahren insgesamt über 4000 Aufführungen für 6,15 Millionen Zuschauer und gaben mehr als 1600 Aufführungen in den Agrar- und Viehzuchtgebieten für 2,32 Millionen Zuschauer.

Es entstand eine neue Industrie, die mit der Kultur in engem Zusammenhang steht, ihre verschiedenen Bereiche verfügen über ein großes Entwicklungspotential. Zwischen 2001 und 2005 entwickelte sich diese Industrie schnell und ihr Umfang erweiterte sich. Die Kapazität der Kulturbetriebe, auch ihre Fähigkeit zur Erforschung und Entwicklung von Kulturprodukten und -dienstleistungen werden Schritt für Schritt verstärkt. Dabei zeichnet sich eine Tendenz ab, in der sich verschiedene Bereiche zusammen und parallel entwickeln. In ganz Tibet gibt es zur Zeit allein im Bereich von Kultur und Unterhaltung 2443 gewerbliche Unternehmen und in den verschiedenen Sparten der Kulturbetriebe sind 10 459 Personen beschäftigt. Jährlich zahlt die mit der Kultur im Zusammenhang stehende Industrie Steuern in Höhe von über acht Millionen Yuan und deckt gut die kulturellen Bedürfnisse der Volksmassen.


Die gesellschaftlichen kulturellen Aktivitäten werden immer lebhafter und die diesbezüglichen Arbeiten werden kontinuierlich vorangetrieben. Von 2001 bis 2005 wurden politische Richtlinien zum kulturellen Aufbau an der Basis, zum Projekt zur gemeinsamen Nutzung kultureller Informationsressourcen und zum Schutz immateriellen Kulturerbes erlassen. In dieser Zeitspanne wurden gesellschaftliche Kulturveranstaltungen wie Festivals mit ausgewählten Bühnenstücken volkstümlicher Ensembles und Wettbewerbe mit kulturellen Darbietungen von Berufstätigen, Kindern und Senioren im ganzen Autonomen Gebiet durchgeführt. Dabei haben die Teilnehmer 43 Preise auf Landesebene wie den Preis "Stars in Vielzahl" erhalten. Dabei wurden auch 30 Fachkräfte mittleren Rangs für Massenkultur, die für bestimmte Ortschaften vorgesehen waren, über einhundert Leiter der Kulturhäuser beziehungsweise -stationen sowie über 160 führende Kräfte für Kulturwesen auf Basisebene fortgebildet.

Dem Bedarf der Kulturarbeit entsprechend werden in den kommenden fünf Jahren in Tibet die Fördermittel weiterhin gesteigert werden, wobei schwerpunktmäßig eine Reihe wichtiger kultureller Einrichtungen aufzubauen ist, die für die Entwicklung des Kulturwesens und für das kulturelle Leben der Volksmassen unentbehrlich sind. Dabei wird schrittweise eine grundlegende kulturelle Infrastruktur im ganzen Autonomen Gebiet geschaffen werden, die sich aus Volkskunsthallen, Bibliotheken, Ausstellungshallen und Kunstensembles und den Kulturzentren auf Kreisebene, Kulturstationen auf Gemeindeebene und Kulturhäusern auf Dorfebene zusammensetzt. Es ist angestrebt, dass in Tibet bis 2010 die Ausgaben der Einwohner von Stadt und Land für den Konsum von Kultur und Unterhaltung mehr als 5 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen und damit die mit der Kultur im Zusammenhang stehende Industrie als wichtiger Motor das Wachstum der tibetischen Wirtschaft vorantreibt.


Rundfunk und Fernsehen

Tibet liegt im Durchschnitt 4000 Meter über dem Meeresspiegel, auf dem mehr als 1,22 Millionen Quadratkilometer großen Gebiet gibt es im Durchschnitt nicht einmal drei Menschen pro Quadratkilometer. Um das Problem des Empfangs von Rundfunk und Fernsehen in abgelegenen Gebieten zu lösen, leitete die Zentralregierung 1999 ein Projekt in Tibet ein, in dem alle Dörfer ans Rundfunk- und Fernsehnetz angeschlossen werden sollen. Dafür stellte die Zentralregierung in den letzten sechs Jahren insgesamt 180 Millionen Yuan zur Verfügung. Es wurden fünf Arten von Stationen errichtet, nämlich Sende- und Relaisstationen für Rundfunk und Fernsehen, Rundfunksende- und Relaisstationen, Fernsehsende- und Relaisstationen, Fernseh-Relaisstationen sowie kleine Kalbelfernsehstationen in den Dörfern. Damit hat sich in groben Zügen ein Versorgungsnetz von Rundfunk und Fernsehen gebildet, das mit verschiedenen technischen Mitteln wie drahtloser Übertragung, Verkabelung  und Satellitenübertragung arbeitet. Bis Ende 2005 gab es in Tibet insgesamt 79 Relaisstationen von der Ebene des Kreises aufwärts und eine spezielle Satellitenempfangsstation; 7456 Dörfer wurden ans Rundfunk- und Fernsehnetz angeschlossen, 84,87 Prozent beziehungsweise 85,97 Prozent der Dörfer können nun Rundfunk und Fernsehen empfangen. Das Ziel, dass alle Verwaltungsdörfer ans Rundfunk- und Fernsehnetz angeschlossen sind, wurde im Großen und Ganzen erreicht.

Im Jahr 2005 wurden Bearbeitung und Ausstrahlung von Programmen der Volksrundfunkstation Tibet digitalisiert. Die Anlagen für die Digitalisierung der Recherche und Bearbeitung von Nachrichtenprogrammen, Programmen zu Spezialthemen, Kultur und Kunst und ein Teil der Anlagen für Übersetzungen der Fernsehstation Tibet werden gerade erneuert. Für das ganze Autonome Gebiet wurde die Grundstruktur eines Systems aufgebaut, das die Zuverlässigkeit der Ausstrahlung garantiert und die Bewältigung von Notfällen regelt. Die Qualität der Ausstrahlung von Rundfunk und Fernsehen und die Zuverlässigkeit der Ausstrahlung erreichten das höchste Niveau. Zur Zeit gibt es in Tibet bereits Fernsehkanäle mit tibetischen Programmen und Rundfunksendungen auf Tibetisch und im Khamba-Dialekt. Dabei erreicht die Einschaltquote bei tibetischen Fernsehkanälen über 90 Prozent. Die ins Tibetische übersetzten Programme und auf Tibetisch gesendeten Nachrichten werden immer stärker von Bauern und Hirten beachtet. Rundfunk und Fernsehen sind bereits ein wichtiger Bestandteil des Lebens der Tibeter geworden. Sie erweitern den Horizont der tibetischen Bauern und Hirten und bereichern ihr kulturelles Leben in der Freizeit. Seit 2004 werden Auszüge der gemeinschaftlichen Nachrichtensendung des Chinesischen Zentralfernsehens CCTV am gleichen Tag übersetzt und gesendet, dadurch können die Tibeter und die Stadtbewohner von Beijing am gleichen Tag die gleichen Nachrichten empfangen. In Zukunft werden in Tibet weitere tibetischsprachige Programme eingerichtet, damit man in den Agrar- und Viehzuchtgebieten drei bis fünf Rundfunkprogramme und acht Fernsehprogramme empfangen kann. Dadurch wird ein öffentliches Dienstleistungssystem für Rundfunk und Fernsehen schrittweise in den ländlichen Gebieten etabliert.


Herausgabe von Büchern

Nach unvollständigen Statistiken wurden seit den 70er Jahren nahzu 20 000 Titel von Büchern in einer Gesamauflage von mehr als 60 Millionen Exemplaren in Tibet herausgegeben. Davon machen die Bücher in Tibetisch etwa 85 Prozent aus. Auf dem Gebiet der Bearbeitung, Erforschung und Herausgabe alter tibetischer Schriften bringen im ganzen Land acht Verlage seit nahezu 20 Jahren jährlich immer wieder neue Ergebnisse heraus.

Der Volksverlag Tibet gab in den letzten 30 Jahren seit seiner Gründung gemäß dem Prinzip "Tibetisch als Hauptsprache und Popularsierung allgemein verständlicher Bücher als Hauptaufgabe" eine Reihe populärwissenschaftlicher Bücher in Tibetisch heraus und bearbeitete schwerpunktmäßig eine Reihe tibetischer Klassiker, wie buddhistischer Sutras, kanonischer Schriften über tibetische Medizin und über den tibetischen Kalender, Historiographien, Biographien, Schriften über volkstümliche Literatur und Kunst der ethnischen Gruppen sowie Sachbuchreihen über Kulturdenkmäler. Allein von "König Gesar" hat es fast 30 tibetische Ausgaben gegeben. Es wurden neun Schriftenreihen über Kulturdenkmäler herausgebracht. Die von diesem Verlag herausgegebene "Sammlung der farbigen Illustrationen zu den Vier Kanons der Tibetischen Medizin im Großformat" wurde mit dem zum ersten Mal vergebenen Chinesischen Buchpreis ausgezeichnet.

Der Tibetische Verlag für Tibetische Alte Schriften wurde Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts gegründet und spezialisiert sich auf Bearbeitung und Kollationierung von alten tibetischen Handschriften und alten tibetischen Schriften in Holzdruck. In den letzten Jahren hat dieser Verlag mehr als 200 rare tibetische Bücher gesammelt und wird nach deren Bearbeitung allmählich die "Schriftensammlung aus der schneebedeckten Region" veröffentlichen.   

Der Chinesische Verlag für Tibetologie hat bereits Dutzende von Bänden der "Buchreihe Ausgewälter Schriften über die Fünf Arten von Wissen" und "Schriften der Bon-Religion" herausgegeben. Es wurden Werke der 200 alten tibetischen Schriften in einer Gesamtauflage von mehr als einer Million Exemplaren veröffentlicht.


Im Jahr 1984 gründete die Vereinigung der Buddhisten des Autonomen Gebiets Tibets das Lhasa’er Institut für den Druck von buddhistischen Kanons. Im Jahr 1985 wurde die tibetische Zeitschrift "Der Tibetische Buddhismus" von der Tibetischen Zweigstelle der Vereinigung der Buddhisten Chinas ins Leben gerufen. Im Jahr 1990 gab die Vereinigung der Buddhisten des Autonomen Gebiets Tibet die "Lhasa’er Ausgabe von Bkav-vgyur" des tibetsichen Tripitaka im Kloster Moru in Lhasa in den Holzdruck. Dies wollte der 13. Dalai Lama tun, hat es aber nicht realisieren können.

Die Veröffentlichung des kollationierten tibetischen Teils des "Chinesischen Tripitaka" ist repräsentativ für die Arbeit der Bearbeitung alter tibetischer Schriften im Neuen China. Das "Chinesische Tripitaka" ist ein Schatz im Schrifttum der chinesischen Kultur und liegt in verschiedenen Sprachen vor, im Chinesischen, Tibetischen, Mongolischen und Mandschurischen. Es gibt verschiedene Ausgaben und Abschriften. Der tibetische Teil des "Chinesischen Tripitaka" besteht aus zwei Teilen, nämlich "Bkav-vgyur" und "Bstan-vgyur" und wird vereinfacht als das "Tibetische Tripitaka" bezeichnet. Im Jahr 1986 wurde das Projekt der Kollation und Bearbeitung des tibetischen Teils des "Chinesischen Tripitaka" vom Staat als nationales Schwerpunkt-Forschungprojekt im 7. Fünfjahresplan (1986-1990) für Philosophie und Sozialwissenschaften des ganzen Landes bestimmt.

Im Jahr 1995 wurde der erste Band des kollationierten "Bkav-vgyur des Chinesischen Tripitaka" in Beijing offiziell herausgegeben und im Jahr 1997 mit dem ersten Nationalpreis für die Bücher der nationalen Minderheiten ausgezeichnet. Das "Bkav-vgyur des Chinesischen Tripitaka" wurde von der Delegation der Zentralregierung zum Anlass des 50-jährigen Jubiläums der friedlichen Befreiung Tibets 2001 und des 40-jährigen Gründungstags des Autonomen Gebiets Tibet 2004 an 100 Klöster in Tibet übergeben und es wird dort als Heiligtum aufbewahrt.

Die kollationierte Ausgabe des "Bkav-vgyur des Chinesischen Tripitaka" hat insgesamt 124 Bände, deren Veröffentlichung im August 2005 abgeschlossen wurde. Die kollationierte Ausgabe des "Bstan-vgyur des Chinesischen Tripitaka" wird 2007 vollständig veröffentlicht werden. Für die Veröffentlichung der kollationierten Ausgabe des "Tibetischen Tripitaka" wurden die moderne Lasertechnik für den Druck und das moderne Design verwendet. Das Layout dieser Ausgabe ist vorzüglich, sie zeichnet sich durch Vollständigkeit und fachliche Autorität aus. Sie dient sowohl als Standardwerk für wissenschaftliche Forschung als auch als heilige Schrift, die in Klöstern und von Gläubigen verehrt wird. Sie wird als Klassiker von vielen berühmten Bibliotheken der Welt aufbewahrt.

Die Kollation des tibetischen Teils des "Chinesischen Tripitaka" ist ein wichtiges Projekt zu Schutz und Entwicklung der wertvollen tibetischen traditionellen Kultur und ist zugleich das größte Kulturprojekt für die Bearbeitung alter Schriften einer nationalen Minderheit in der Geschichte des Neuen China. Nahezu hundert Experten arbeiteten über 20 Jahre lang daran. Für dieses Projekt hat der Staat insgesamt mehr als 40 Millionen Yuan bereitgestellt. Ein derartiger Einsatz an Geldmitteln, die Zeit und der Umfang der Arbeit sind in der Geschichte der Entwicklung der tibetischen Kultur beispiellos.

Zur Zeit gibt es im ganzen Autonomen Gebiet Tibet insgesamt 14 tibetische Zeitschriften und zehn tibetische Zeitungen. Die tibetischsprachige Ausgabe der "Tibet-Tageszeitung" erscheint jeden Tag. Jedes Jahr werden mehr als einhundert Titel von tibetischsprachigen Büchern herausgegeben, die eine Gesamtauflage von Hunderttausenden Exemplaren haben.


Arbeit des Denkmalschutzes

Tibet ist ein Autonomenes Gebiet mit einer sehr hohen Konzentration an chinesischem historischem Kulturerbe. Zur Zeit gibt es im ganzen Autonomen Gebiet mehr als 2000 verschiedenartige Kulturstätten und historische Relikte, 35 davon stehen schwerpunktmäßig unter dem Denkmalschutz auf Landesebene, 48 davon unter dem Denkmalschutz auf der Ebene des Autonomen Gebiets und 168 davon unter dem Denkmalschutz auf der Ebene des Bezirks beziehungsweise Kreises. Die Stadt Lhasa, die Stadt Xigaze und die Kreisstadt von Gyangze wurden vom Staatsrat als schwerpunktmäßig zu schützende berühmte kulturhistorische Städte des Landes eingestuft. Der Potala-Palast, das Jokhang-Kloster und der Norbu Lingka wurden in die Liste des Kulturerbes der Welt aufgenommen.

Die Zentralregierung schenkt der Arbeit des Denkmalschutzes in Tibet seit jeher große Aufmerksamkeit. Vom Ende der 80er Jahre bis zum Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde unter Einsatz von 53 Millionen Yuan die erste Phase des Renovierungsprojekts für den Potala-Palast durchgeführt, danach wurden im Juni 2002 unter Einsatz von 330 Millionen Yuan in den drei wichtigen Kulturdenkmälern, dem Potala-Palast, dem Norbu Lingka und dem Sagya-Kloster, Renovierungen und Schutzmaßnahmen durchgeführt. Zur Zeit geht die Arbeit an diesem Projekt reibungslos voran, und die darauf folgenden Bauprojekte werden 2006 abgeschlossen werden. Dabei wird die prachtvolle Wiese vor dem Potala-Palast neu angelegt, eine ganz neue Umgebung wird entstehen. Diese Gegend wird dann den Besuchern ein neues Antlitz präsentieren.

In den letzten fünf Jahren wurde die Renovierung der zehn unter Denkmalschutz stehenden Stätten in Tibet wie des Jokhang-Klosters vorbereitet und Planungen dazu wurden durchgeführt. Die vom Staatlichen Büro für Denkmalschutz genehmigten Projekte zur Renovierung der Stätte der Verteidigung gegen die britischen Aggressoren am Zongshan-Berg in Gyangze und zur Renovierung des Landguts Nanseling befinden sich zur Zeit in der Vorbereitungsphase. Die Archive für 35 Kulturstätten, die schwerpunktmäßig unter Denkmalschutz auf Landesebene stehen, wurden angelegt und die Eintragung in die Akten wurde bereits abgeschlossen, dabei wurden auch 371 Kulturgegenstände von Kategorie eins, die im Potala-Palast, im Tibetischen Museum und im Norbu Lingka aufbewahrt sind, begutachtet, wofür die entsprechende archivalische Arbeit geleistet wurde. Bei der Untersuchung der Kulturgegenstände, die entlang der tibetischen Strecke der Eisenbahnlinie Qinghai-Tibet entdeckt wurden, beim Aufbau rechtlicher Bestimmungen über diese Kulturgegenstände sowie bei deren Schutz wurden beachtliche Erfolge erzielt. Der von Wissenschaftlern erstellte "Berichte über die archäologische Arbeit in Feldern des tibetischen Hochplateaus — Teil 1: Bericht über die archäologische Arbeit in Feldern an der tibetischen Strecke von der Eisenbahnlinie Qinghai-Tibet" wurde bereits veröffentlicht. Außerdem wurde in Tibet noch das Forschungsinstitut für Denkmalschutz des Autonomen Gebiets gegründet. Seine Aufgaben sind der Schutz alter Bauwerke, archäologische Untersuchungen und Ausgrabungen und der Schutz von Kulturgegenständen durch Wissenschaft und Technik, damit entspricht der Denkmalschutz in Tibet noch mehr dem wissenschaftlichen Standard, das Niveau wird erhöht, der wissenschaftlich-technische Anteil an der Arbeit vermehrt und die Forschungsfähigkeit verstärkt.


Seit Jahren werden die Arbeiten zur Sicherung für Kulturgegenstände und -denkmäler in Tibet verstärkt. Jedes Jahr schließt das Amt für Denkmalschutz des Autonomen Gebiets Tibet mit lokalen Behörden für Denkmalschutz in sieben Bezirken beziehungsweise Städten den "Verantwortlichkeitsvertrag für die Sicherheit der Kulturgegenstände" und legt Archive für Kulturgegenstände verschiedener Kategorien in den schwerpunktmäßig unter Denkmalschutz gestellten Kulturdenkmälern wie im Potala-Palast, im Gandain-Kloster, im Zhaibung-Kloster und im Sera-Kloster an. Die Kulturgegenstände werden registriert und in die Akten eingetragen, damit das wertvolle kulturhistorische Erbe in Tibet effektiv geschützt wird.

Von 2006 bis 2010 werden in Tibet Projekte zur Renovierung und zum Schutz von zehn großen Kulturdenkmälern, den Gräbern tibetischer Könige, der Ruine des Königreichs Guge, dem Jokhang-Kloster, dem Zhaibung-Kloster, dem Tashilhunpo-Kloster, dem Samye-Kloster, dem Changzhub-Kloster, dem Kegjia-Kloster, dem Xallhu-Kloster und dem Nening-Kloster durchgeführt. Zur gleichen Zeit werden im ganzen Autonomen Gebiet die Verwaltungsinstitutionen für Kulturdenkmäler vervollständigt, Museen errichtet oder Lagerhäuser für Kulturgegenstände gebaut, damit die Bedingungen zum Schutz von Kulturgegenständen in den Museen schrittweise verbessert werden. Außerdem werden Datenbanken errichtet und die Archive für die in den Museen aufbewahrten Kulturgegenstände standardisiert. Gleichzeitig werden umfassende Sicherungssysteme für Kulturgegenstände aufgebaut, damit Risiken für Kulturgegenstände verringert und vermieden werden, wodurch die Sicherheit der kostbaren Schätze garantiert und die allseitige Entwicklung des Denkmalschutzes in Tibet vorangetrieben wird.


35 auf Landesebene schwerpunktmäßig unter Denkmalschutz

gestellte Kulturstätten in Tibet

Name Entstehungszeit Standort
1 Jokhang-Kloster Erstmals in der Mitte des 7. Jahrhunderts (Tang-Dynastie) gebaut Stadt Lhasa
2 Potala-Palast Erstmals im 7. Jahrhundert gebaut, 1645 ausgebaut (Tang- bis Qing-Dynastie) Stadt Lhasa
3 Gandain-Kloster Erstmals 1409 (Ming-Dynastie) gebaut Kreis Dagze
4 Sagya-Kloster Erstmals 1073 (Song- bis Yuan-Dynastie) gebaut Kreis Sagya
5 Tashilhunpo-Kloster Erstmals 1447 (Ming-Dynastie) gebaut Stadt Xigaze
6 Changzhub-Kloster Erstmals im 7. Jahrhundert  (Tang-Dynastie) gebaut Kreis Nedong
7 Ruine der Verteidigung gegen die britischen Aggressoren am Zongshan-Berg 1904 Kreis Gyangze
8 Gräber tibetischer Könige Vom 7. bis 9. Jahrhundert  (Tang-Dynastie) gebaut Kreis Qonggyai
9 Ruine des Königreichs Guge 11. Jahrhundert Kreis Zada
10 Zhaibung-Kloster Erstmals 1416 (Ming-Dynastie) gebaut Stadt Lhasa
11 Sera-Kloster Erstmals 1419 (Ming-Dynastie) gebaut Stadt Lhasa
12 Norbu Lingka Erstmals 1755 (Qing-Dynastie) gebaut Stadt Lhasa
13 Xallhu-Kloster Erstmals 1087 (Yuan- bis Ming-Dynastie) gebaut Stadt Xigaze
14 Samye-Kloster Erstmals 762 (Tang-Dynastie) gebaut Kreis Chanang
15 Baiju-Kloster Erstmals 1427 (Ming-Dynastie) gebaut Kreis Gyangze
16 Zhatang-Kloster Erstmals 1081 (Song-Dynastie) gebaut Kreis Chanang
17 Toding-Kloster   Erstmals 996 (Song-Dynastie) gebaut Kreis Zada
18 das kulturelle Relikt in Karub Späte Phase der Jungsteinzeit (vor etwa 4000 bis 5000 Jahren) Kreis Qamdo
19 Gyidui-Gräbergruppen der Tubo-Dynastie Vom 7. bis 9. Jahrhundert (Tang-Dynastie) Kreis Loca
20 Lieshan-Friedhöfe Vom 7. bis 9. Jahrhundert ( Tang-Dynastie) Kreis Nang
21 Palast Lhagyili Vom 13. bis 18. Jahrhundert Kreis Qusum
22 Landgut Nanseling In der Ming-Dynstie Kreis Chanang
23 Qoide-Kloster

Zhomalhakang

Stele für Gesandte der Tang-Dynastie nach Indien

10. Jahrhundert

1274
658

Kreis Gyirong
24 Serkagotog-Kloster Erstmals 1080 gebaut Kreis Loca
25 Kegjia-Kloster Erstmals 996 gebaut Kreis Burang
26 Ramoche-Kloster Erstmals 641 gebaut Stadt Lhasa
27 Ghyirulhakang Erstmals im 8. Jahrhundert gebaut (Tang- bis Qing-Dynastie) gebaut Kreis Nedong
28 Gräbergruppen Chamoshin In der Tang-Dynastie Kreis Lhaze
29 Sumkar-Steinstupa In der Tang-Dynastie Kreis Chanang
30 Nytang Zholma Lhakang In der Song-Dynastie Kreis Quxu
31 Große Chagyima-Halle Yuan- bis Qing-Dynastie Bezirk Qamdo
32 Mingzholing-Kloster In der Ming-Dynastie Kreis Chanang
33 Puncogling-Kloster In der Ming-Dynastie Kreis Lhaze
34 Bamna-Kloster In der Ming-Dynastie Kreis Sog
35 Kamsum Sangkaling-Kloster In der Qing-Dynastie Kreis Chanang


Das Tibetische Museum

Das Tibetische Museum hat von 2001 bis 2005 über 1800 Buddhafiguren begutachtet und archivalisch registiert mit dem Schwerpunkt, dass diese Kulturgegenstände geschützt und vorzügliche Exponate ausgestellt wurden. Dadurch hat es die Planung für die Verwaltung von Kulturgegenständen des Museums grundsätzlich realisiert. Den klimatischen Bedingungen des Plateaus entsprechend hat das Museum ein System zur konstanten Temperatur- und Feuchtigkeitsregelung für die Lagerräume der Kulturgegenstände eingeführt und Räume für die Restaurierung von Kulturgegenständen und die Arbeiten der Papieraufklebung sowie andere Arbeitsräume eingerichtet. Bei der Aufbewahrung und Behandlung gesammelter Objekte wurden moderne technische Mittel angewendet. Außerdem hat das Tibetische Museum auch die Ansammlung von Kulturgegenständen intensiviert. Bis heute hat das Museum bereits über 60 000 alte und moderne Kulturgegenstände gesammelt beziehungsweise geschenkt bekommen. Bei einem beachtlichen Teil davon handelt es sich um Raritäten oder einmalige Kulturgegenstände.

Das Tibetische Museum verfügt über ein Kontingent von Forschungskräften, die jung, energisch und hoch qualifiziert sind. Sie haben in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Erforschung der Kultur in der tibetischen Vorgeschichte, der Geschichte der tibetischen Nationalität, des tibetischen Buddhismus und der Sitten und Gebräuche in Tibet sowie bei der Sammlung, Bearbeitung, Übersetzung, Zusammenstellung und Herausgabe alter Bücher große Erfolge erzielt. Sie haben in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen große Bildbände wie "Das Tibetische Museum", "Aufbewahrte Kulturgegenstände", "Aufbewahrte Goldene Kulturgegenstände", "Schätze der Schneebedeckten Region" und den "Katalog alter tibetischer Schriften" herausgegeben. Dadurch wurden die tibetische Kultur und der Charme der Kulturgegenstände wirkungsvoll nach außen präsentiert. Das archäologische Team des Tibetischen Museums hat mehrmals bei der allgemeinen Erfassung von Kulturgegenständen in Schlüsselprojekten für den infrastrukturellen Aufbau mitgewirkt und sich an der Ausgrabung der Ruine Banggar in Shannan und der Ruine des Dalhagangbo-Klosters in Shannan beteiligt. Dadurch wurde der Prioritätensetzung in der archäologischen Arbeit in Tibet und deren Struktur neuer Inhalt hinzugefügt und für die Erforschung der Zivilisationsgeschichte im tibetischen Altertum wurden wertvolle Materialien zur Verfügung gestellt.

Zur Zeit veranstaltet das Tibetische Museum eine grundlegende Ausstellung zum Thema "Die tibetische Geschichte und Kultur". Dabei werden die modernen Ausstellungskonzepte und -formen in gelungener Weise angewendet, eine starke künstlerische Atmosphäre wird geschaffen und dadurch werden die lange Geschichte und traditionsreiche Kultur der tibetischen Nationalität eindrucksvoll zur Anschauung gebracht. Schwerpunktmäßig veranstaltet das Tibetische Museum noch drei spezielle Ausstellungen: "Die natürlichen Ressourcen in Tibet", "Ausgewähltes Porzellan aus der Ming- und Qing-Dynastie" und "Ausgewählte Jadegegenstände aus der Yuan-, Ming- und Qing-Dynastie". Diese Ausstellungen tragen erheblich zur Bereicherung des geistigen Lebens der Volksmassen bei. Die Exponate wurden auch in Städten wie Beijing, Guangzhou, Shanghai und Hong Kong sowie in zahlreichen Ländern wie Südkorea, den USA, Belgien und Kanada ausgestellt.


Immaterielles Kulturerbe

2006 hat der Staatsrat die erste Liste des immateriellen Kulturerbes auf Landesebene bekannt gegeben. Sie enthält 518 Objekte, 15 davon wurden nach einer Beantragung durch das Autonome Gebiet Tibet in die Liste aufgenommen. Dabei handelt es sich um das Shoton-Fest, Verfahren der Bearbeitung von Quecksilber für die medizinische Verwendung in der Lhasa’er Nordschule der Tibetischen Medizin, die Tangka-Malerei der tibetischen Nationalität, die tibetische Oper, der Gorcho-Tanz von Qamdo, Webtechnik zur Herstellung von Bangdians (Schürzen) und Kardians (kleine Teppiche) und so weiter.

Von 2006 bis 2010 wird die Arbeit zum Schutz des immateriellen Kulturerbes im Autonomen Gebiet Tibet umfassend vorangetrieben. Nach dem Prinzip "der Schutz spielt die Hauptrolle, die Rettung steht an erster Stelle, die rationale Nutzung wird praktiziert und Übernahme und Fortführung werden durchgeführt" wird für das immaterielle Kulturerbe eine allgemeine Untersuchung durchgeführt, damit wird eine Bestandsaufnahme des tibetischen immateriellen Kulturerbes gemacht. Und dieses wird wahrheitsgetreu, systematisch und allseitig registriert, archiviert und in eine Datenbank aufgenommen. Auf dieser Grundlage wird das Autonome Gebiet Tibet aktiv eine systematische Aufnahme der repräsentativen Werke des Kulturerbes aufbauen. Schrittweise wird ein System zum Schutz des immateriellen Kulturerbes auf verschiedenen Ebenen in Tibet etabliert und das Zentrum zum Schutz

des immateriellen Kulturerbes aufgebaut. Außerdem werden noch die Erforschung, Identifizierung, Aufbewahrung, Übernahme und Fortführung des tibetischen immateriellen Kulturerbes verstärkt, damit dieses noch besser geschützt wird.


Astronomische Kalenderberechnung

Die tibetische astronomische Kalenderberechnung übernahm die Methoden der Kalenderberechnung des Landesinneren und Indiens. Sie hat eine Geschichte von fast eintausend Jahren, trägt deutliches tibetisches Gepräge und ist ein wichtiger Bestandteil des tibetischen immateriellen Kulturerbes. Die Berechnung erfolgt auf der Grundlage der Bewegung der Sonne, des Mondes und der Sterne und kann in präziser Weise Sonnenfinsternisse und Mondfinsternisse vorhersagen und die vier Jahreszeiten genau bestimmen. Außerdem gibt der tibetische Kalender noch Empflehlungen für günstige Termine für die Arbeit der Bauern und Hirten an verschiedenen Orten sowie zum Sammeln von Heilkräutern; Wetterlagen und Naturkatastrophen werden vorausgesagt. In Produktion und Alltagsleben orientieren sich die tibetischen Bauern und Hirten hauptsächlich am tibetischen Kalender. Heute hat nicht nur ein gewöhnlicher Haushalt einen tibetischen Kalender, sondern auch die Wetterstation berücksichtigt ihn bei der Erstellung des Wetterberichts. Die Massenmedien in Tibet geben gleichzeitig zwei Wetterberichte bekannt, den einen von der meteorologischen Station und den anderen nach dem tibetischen Kalender.

Seit 1916 wird in Tibet jedes Jahr ein tibetischer Kalender mit einer jährlichen Auflage von über 100 000 Exemplaren herausgegeben. Er wird außer in Tibet noch in den anderen von Tibetern bewohnten Gebieten in den Provinzen Qinghai, Gansu, Sichuan und Yunnan sowie in Ländern wie Indien, Nepal und Bhutan verkauft.

1981 wurde die Sektion für die Kalenderberechnung des Krankenhauses für Tibetische Medizin des Autonomen Gebiets Tibet offiziell zum Foschungsinstitut für Astronomische Kalenderberechnung ausgebaut, das sich auf die Erstellung des tibetischen Kalenders spezialisiert hat. Im gleichen Jahr wurde der Wissenschaftliche Verein für Astronomische Kalenderberechnung des Autonomen Gebiets Tibet gegründet. Diese Institution sammelt jedes Jahr nicht nur phänologische Daten, erschließt und bearbeitet das Kulturerbe der traditionellen tibetischen Kalenderberechnung, sondern führt auch die Untersuchungen in den Agrar- und Viehzuchtgebieten durch, um meteorologische und geographische Veränderungen zu beobachten und die Genauigkeit des bereits veröffentlichten tibetischen Kalenders nachzuprüfen und die notwendige Abstimmung verschiedener Vorhersagen vorzunehmen. Dadurch werden die Wissenschaftlichkeit, die Genauigkeit und fachliche Autorität des tibetischen Kalenders ständig erhöht. Der Wissenschaftliche Verein für Astronomische Kalenderberechnung tagt jedes Jahr einmal. Im September 2004 wurden in Lhasa die 4. Tagung des Wissenschaftlichen Vereins für Astronomische Kalenderberechnung und das Symposium über die Geschichte der tibetischen Kalenderberechnung zusammen abgehalten. Zu dieser Veranstaltung sind über 40 Experten auf dem Gebiet der tibetischen Kalenderberechnung und Mitarbeiter aus den Volksmassen für die astronomische Kalenderberechnung aus verschiedenen Gegenden Tibets, Qinghai und Sichuan erschienen.

2005 stellte die Regierung des Autonomen Gebiets Tibet für die Bearbeitung und Herausgabe astronomischer Altschriften im Jahr 2006 und im Jahr 2007 400 000 Yuan bereit und fasste den Beschluss, vom Jahr 2006 an jedes Jahr noch zusätzliche 100 000 Yuan als Sonderfördermittel für Erforschung, Bearbeitung alter Schriften, den akademischen Austausch und die Erstellung tibetischer Kalender zur Verfügung zu stellen.


Der Kulturaustausch mit dem Ausland

Tibets Kulturaustausch mit dem Ausland wird immer lebhafter. Im Juli 2005 wurde "Perlen aus der schneebedeckten Region, die Chinesische Tibetische Kulturwoche" in Hong Kong veranstaltet. Im September des gleichen Jahres wurde die "Chinesische Tibetische Kulturwoche" von der Chinesischen Gesellschaft für Kulturaustausch mit dem Ausland, der Gesellschaft des Autonomen Gebiets Tibet für Kulturaustausch mit dem Ausland, der Gesellschaft für Freundschaft zwischen Dänemark und China und der Italienisch-Chinesischen Stiftung in Dänemark und Italien veranstaltet. Durch große tibetische Tanz- und Gesangsdarbietungen, Ausstellungen von Bildern und Tangka-Malereien sowie den akademischen Austausch von Tibetologen und Lebenden Buddhas wurden die grandiose Landschaft und das vielfältige Kulturgut Tibets präsentiert.

Aus einer Statistik geht hervor, dass es seit 1999 12 offizielle Aktivitäten außerhalb des chinesischen Festlandes in Form von Besuchen tibetischer Beamter, von Kulturaustausch zwischen den Völkern und von Entsendung von Delegationen ins Ausland gegeben hat. Sie fanden in mehr als 20 Ländern und Gebieten in fünf Kontinenten statt und wurden von insgesamt mehr als 140 000 Menschen besucht. Dabei hat das Kunstensemble der tibetischen Kinder in Übersee an 45 Tagen Aufführungen gegeben, welche von über 70 000 Zuschauern angesehen wurden. "Die Chinesische Tibetische Kulturwoche" ist heute bereits ein Markenzeichen in Tibets Kulturaustausch mit dem Ausland geworden. Nachdem sie 2001 in Melbourne (Australien) zum ersten Mal stattgefunden hatte, wurde sie in Neuseeland, Kanada, Belgien, Thailand, Dänemark, Italien und Österreich, also in acht Ländern veranstaltet. Außerdem wurde sie noch in anderen Ländern und Gebieten in fünf Kontinenten durchgeführt. Durch umfassende Präsentation wie durch Ausstellung von Bildern, Tangka-Malereien,

Filmen und Fernsehfilmen, Tanz- und Gesangsdarbietungen sowie Kulturaustausch von Tibetologen und Lebenden Buddhas wurden die lange Geschichte, die traditionsreiche Kultur und besondere Sitten und Gebräuche Tibets systematisch gezeigt.


Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts hat das Autonome Gebiet Tibet durch gegenseitige Besuche, den Austausch von Büchern und anderen Informationsträgern sowie durch verschiedenste Kulturaufführungen und Symposien seine Zusammenarbeit mit ausländischen Kulturkreisen, Forschungsinstitutionen und internationalen Organisationen gestärkt. Die Gesellschaft des Autonomen Gebiets Tibet für Kulturaustausch mit dem Ausland hat Gastspiele von Gesangs- und Tanzensembles sowie Tibetischen Opernensembles in Ländern und Gebieten wie den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Nepal, Singapur sowie den chinesischen Sonderverwaltungszonen Hong Kong, Macao und der Inselprovinz Taiwan organisiert. Sie hat ferner Ausstellungen von Kulturgegenständen, Objekten der bildenden Kunst, Fotoausstellungen und Filmwochen in Japan, Italien und Ländern und Gebieten Südostasiens veranstaltet. In den letzten Jahren haben verschiedene Bezirke und Städte sowie Regierungsabteilungen Tibets Delegationen aus mehr als 20 Ländern und Gebieten empfangen; über 500 ausländische Beamte, Journalisten und andere Personen sind in nahezu einhundert Gruppen nach Tibet zu Besuch beziehungsweise Interviews gekommen.

Außerdem sind tibetische Kulturexperten und buddhistische Gelehrte mehrmals auf Einladung zu Gastvorträgen und im akademischen Austausch nach Österreich, Frankreich, Thailand, Norwegen und Sri Lanka gereist. Das Autonome Gebiet Tibet hat Vereinbarungen über gemeinsame wissenschaftliche Forschungen und kulturellen und akademischen Austausch mit akademischen Organisationen in Ländern wie Ungarn, Kanada, Deutschland, Italien und Österreich getroffen und mehr als 130 Wissenschaftler aus 14 Ländern und Gebieten in Tibet empfangen, die hier akademische Forschungen betrieben beziehungsweise über Kooperationsprojekte für wissenschaftliche Forschungen sprachen. Zur Zeit reisen jedes Jahr tibetische Gelehrte und Lebende Buddhas zum akademischen Austausch ins Ausland, und ausländische Gelehrte werden auch nach Chinas Tibet eingeladen.  

Durch die Veranstaltungen zum Kulturaustausch mit dem Ausland, die vom Autonomen Gebiet Tibet durchgeführt wurden, wurden der Welt verschiedene Aspekte wie Souveranität und Menschenrechte, Wirtschaftsentwicklung, Religionen ethnischer Gruppen, Kunst und Kultur, Bildungswesen und Gesundheitspflege sowie Umweltschutz eines natürlichen, wahren, neuen und sozialistischen Tibet präsentiert.



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