Iran soll das Vorschlagspaket konstruktiv prüfen

Chinas StaatspräsidentHu Jintaohat am Freitag in Shanghai Chinas Bereitschaft betont, konstruktiv zur einer Lösung der iranischen Atomfrage beizutragen. Bei einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der als Beobachter an der Gipfelkonferenz der Shanghaier Kooperationsorganisation teilgenommen hatte, drückte er seine Hoffnung aus, dass der Iran das Vorschlagspaket, das von China, Russland, den USA und Europa vorgelegt wurde, ernsthaft prüfen und eine positive Reaktion zeigen werde, um die Verhandlung so bald wie möglich wieder aufzunehmen.

China habe Verständnis dafür, dass der Iran auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie nicht verzichten wolle. Zugleich trete China für die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrages ein. China werde daran festhalten, die iranische Atomfrage durch Verhandlungen lösen zu wollen.

Der Kernpunkt der iranischen Nuklearfrage sei, dass der Iran und die internationale Gemeinschaft gegenseitiges Vertrauen aufbauen müsse. Das von den sechs Ländern geschnürte Gesamtkonzept schaffe eine neue Chance für die Lösung der iranischen Nuklearfrage, sagte Hu weiter.

Am Donnerstag sagte Tang Guoqiang, der Vertreter Chinas bei der UNO, in Wien im Rahmen der Gouverneursratssitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), China hoffte, dass der Iran die Bedingungen der IAEA akzeptieren und so seinerseits die Vorraussetzung für die Wiederaufnahme der Verhandlungen schaffen werde.

Der US-Vertreter bei der IAEA Gregory Schulte und der französische IAEA-Vertreter Francois-Xavier Deniau appellierten ebenfalls an den Iran, positiv auf das Vorschlagspaket zu reagieren.

(China.org.cn, 19. Juni 2006)