Japan bewertet Antrittsreise von Shinzo Abe in Asien positiv

Die Antrittsbesuche des neuen japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in China und Südkorea werden von der japanischen Öffentlichkeit positiv bewertet.

Die japanische Zeitung Asahi Shimbun schrieb am Montag in ihrem Leitartikel, Abe habe mit seinem China-Besuch eine weitere Verschlechterung der japanisch-chinesischen Beziehungen verhindert. Die Verstimmung beruhe auf den Yasukuni-Schrein-Besuchen des japanischen Ex-Regierungschefs Junichiro Koizumi.

Die japanische Mainichi Daily News würdigte in ihrem Leitartikel, dass sich chinesische und japanische Spitzenpolitiker bemühen, das gegenseitige Vertrauen zukunftsorientiert wiederherzustellen.

Am Sonntag nannten japanische Politiker in einer Sendung des Fernsehsenders NHK Abes Reise einen wichtigen Schritt, um das Vertrauen der beiden asiatischen Länder zu gewinnen. Sie hofften, dass sich das Verhältnis zwischen Japan und China, beziehungsweise Südkorea, dadurch deutlich verbessern werde.

Akihiro Ota, der Parteichef der zur japanischen Regierungskoalition gehörenden Komei-Partei, äußerte am Sonntagabend in Tokio die Hoffnung, dass Japan und China mit dem China-Besuch von Abe ihr gegenseitiges Verständnis weiter verbessern können. Er hoffe, dass die Spitzenpolitiker beider Länder weitere zukunftsorientierte Dialoge führen werden, um die derzeitigen Probleme zwischen beiden Seiten lösen zu können. Auch der Leiter des Ausschusses für politische Grundsatzfragen der japanischen Regierungspartei LDP Shoichi Nakagawa und der Vorsitzende des Politischen Forschungsausschusses der oppositionellen Demokratischen Partei Takeaki Matsumoto beurteilten den China-Besuch Abes positiv.

Darüber hinaus drückte auch der Vorsitzende des japanischen Unternehmerverbandes (Keizai Doyukai) Kakutaro Kitashiro am Montag die Hoffnung aus, dass Japan und China in Zukunft regelmäßig derartige Gipfeltreffen abhalten würden.

(China.org.cn, 10. Oktober 2006)