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28. 11. 2008 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Thailand von Außenwelt abgeschnitten: Verärgerte Touristen im Flughafen

Zahlreiche Touristen in Bangkok müssen ihren Urlaub ungewollt verlängern: Protestler haben beide Flüghäfen in Bangkok besetzt. Die Regierung verhängte inzwischen den Ausnahmezustand. Die Position des Militärs ist weiterhin unklar.

Zahlreiche Touristen in Bangkok müssen ihren Urlaub ungewollt verlängern: Protestler haben beide Flüghäfen in Bangkok besetzt. Die Regierung verhängte inzwischen den Ausnahmezustand. Die Position des Militärs ist weiterhin unklar.

Frustrierte Touristen warteten gestern am internationalen Flughafen Bangkok in Thailand darauf, abfliegen zu können. Tausende von Reisenden, darunter zirka 400 Touristen aus Shanghai, saßen Dienstagnacht fest, als gegen die Regierung protestierende Demonstranten das Terminal stürmten und den Flughafen damit zum Schließen zwangen. Die Demonstranten verstärkten gestern ihre Vorgehensweise und gaben damit Anlass zu Spekulationen über eine militärische Intervention.

Die Flughafenblockade in Bangkok weitet sich aus: Nachdem Demonstranten den neuen, internationalen Flughafen Suvarnabhumi gestürmt haben, besetzen sie gestern auch den für Inlandsflüge genutzten zweiten Airport Don Muang. Die Behörden schlossen ihn daraufhin ebenfalls, womit Bangkok vom internationalen Flugverkehr weitgehend abgeschnitten ist. Der Chef der thailändischen Flughafenbehörde, Serirat Prasutanont, begründete die Maßnahme mit der Befürchtung, Protestler könnten Passagiere verletzen und Flugzeuge beschädigen.

Die Demonstranten gehören zur außerparlamentarischen Opposition PAD und haben gedroht, die Flughäfen erst zu verlassen, wenn die Regierung zurücktritt. Dies dürfte allerdings nicht so schnell geschehen. Ministerpräsident Somchai Wongsawat hatte bereits am Mittwochabend in einer Fernsehrede betont, er werde weder sein Amt zurücklegen, noch das Parlament auflösen. Überdies gab er bekannt, schleunigst Maßnahmen zu ergreifen, um die normale Lage wieder herzustellen. Dazu wurde der Ausnahmezustand über die beiden Flughäfen ausgerufen und laut Medienberichten Panzerfahrzeuge in Stellung gebracht.

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Quelle: Shanghai Daily

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