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08. 03. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Zhejiang: Historische Städte unter dem See der Tausendinseln

Schlagwörter: Historische Städte unter See unterwasser Zhejiang 

Wegen des Aufbaus eines Wasserkraftwerkes wurden zwei historische Städte in den 1950er Jahren überflutet. Heute sind sie unter dem Wasser immer noch gut erhalten. Eine Frage bleibt jedoch: Wie kann man diese beiden Städte für Touristen zugänglich machen.

Wenn man auf dem Qiandao-See fährt, kann man sich kaum vorstellen, dass es unter der Wasseroberfläche noch zwei historische Städte gibt.
Der Qiandao-See oder der See der Tausendinseln ist schon seit langem eine bekannte Sehenswürdigkeit in der ostchinesischen Provinz Zhejiang. Jedoch weiß kaum jemand, dass sich unter dem Gewässer noch zwei Altstädte befinden.

Die Altstadt des Chunan-Kreises, die unter den lokalen Einwohnern als He-Stadt bekannt war, existierte seit dem Jahr 208. In der Vergangenheit diente die kleine Stadt als eine der Hauptverkehrsstraßen für die Kaufleute der Provinz Anhui. Deswegen lagen hier eine Reihe großer Hofhäusern des Anhuier Baustils. Yu Chunnian, ein 76-jähriger Einwohner, der bis zu seinem 24 Lebensjahr in dieser Stadt wohnte, erinnert sich heute immer noch an die typischen grauen Ziegel, die weißen Pferdekopf-Wände, die dunkelgrünen Steinplatten auf der Straße und die feinen Fensterdekorationen. Auf dem Unterstand war oft das chinesische Schriftzeichen für "Geschäft" in Form einer Münze zu sehen, erzählte Yu.

Im Vergleich zur He-Stadt ist der Kreis Suian, der auch als Löwenstadt bezeichnet wurde, ziemlich jung. Im Jahr 621 (Tang-Dynastie) entstand in dieser Region eine kleine Stadt. Doch aufgrund ihrer günstigen Verkehrslage wurde die Löwenstadt allmählich zu einem wichtigen strategischen Platz im Westen der Provinz Zhejiang. Während des Taiping-Aufstands in der Qing-Dynastie war hier eine Truppe der Bauernarmee stationiert. In dieser Stadt befanden sich bis in die 1950er Jahren eine Anzahl historischer Sehenswürdigkeiten, wie Pagoden, Ehrentore, Tempel, Brücke sowie Schulen aus den Ming- und Qing-Dynastien.

Der westliche Eingang der Löwenstadt unter dem Wasser

1959 ging die Blütezeit der beiden Städte zu Ende. Aufgrund des Aufbaus des Wasserkraftwerks beim Xin‘an-Fluss wurde sie mit 27 anderen Kreisen und 20.000 Hektar Feldern überflutet. Heute sieht man in dieser Gegend nun den dadurch entstandenen See mit zahlreichen kleinen Inseln. Die He-Stadt ist nach Dokumenten großteils zerstört worden. Im Gegensatz soll die Löwenstadt relativ gut erhalten geblieben sein. Ein alter Einwohner erklärte nämlich, "unsere Stadt liegt ziemlich weit entfernt vom Staudamm. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass das Wasser so schnell zu uns kam und mussten uns in großer Eile evakuieren", so der alter Mann.

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Quelle: german.china.org.cn

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