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07. 04. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Ein paar Häuser weiter südlich hat Zhao Yun seinen Laden. Es ist ein schmaler, langer Gang. Auf beiden Seiten hängen unterschiedliche Armeeuniformen. Etwas weiterhin hinten gibt es Gasmasken, Mützen mit einem Kommunistenstern und eine Vitrine mit zahlreichen Abzeichen der US-Luftwaffe. Zhaos Laden befindet sich seit zwei Jahren in der Nanluoguxiang. Zuvor hatte er fünf Jahre lang einen ähnlichen Laden an einem anderen Ort in der Stadt.
Zhao Yun verkauft in seinem Laden alte Uniformen der Volksbefreiungsarmee. (Foto von Oliver Zwahlen)
"Die Kundschaft hat sich in dieser Zeit verändert", erklärt er. "Vor einigen Jahren haben vor allem ältere Leute Erinnerungsstücke an die Vergangenheit gesammelt. Heute gibt es auch viele Junge, welche sich für die Zeit der Kulturrevolution interessieren." Zhao weiß auch wieso: "Es ist nicht so, dass wirklich jemand den unruhigen Zeiten nachtrauert. Aber die Zeiten sind heute so friedlich, dass manche Leute zumindest im Geist mehr Abenteuer erleben wollen. Dazu verkleiden sie sich eben gerne mit solchen Uniformen." Unter seinen Kunden gebe es auch Leute, welche in die Armee wollten, aber nicht aufgenommen wurden. Zhao lacht: "Manche bereiten sich in Gedanken auch auf einen Krieg vor."
Luo Yi, Kuratorin in der Designabteilung des renommierten Today Art Museum, bestätigt, dass rote Ikonen im Alltagsdesign noch immer eine wichtige Rolle einnehmen. "Aus einer Perspektive des Designs sind die roten Symbole sehr kräftig. Egal, wie man die Geschichte und die Kulturrevolution wertet, kommt man nicht darum herum, ihre Symbolik als ein Teil der modernen chinesischen Identität anzuerkennen. Auch international anerkannte Künstler experimentieren immer wieder gerne mit roten Ikonen."
Quelle: german.china.org.cn
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