Partnerschaft

Strategisch und pragmatisch: die chinesisch-deutsche Kooperation Exklusiv

13.06.2016

Gleichzeitig ist Deutschland, die Lokomotive der europäischen Wirtschaft, das erste Ziel für die in den europäischen Markt eintretenden chinesischen Unternehmen geworden, besonders die Unternehmen in der Fertigungsindustrie. Statistiken des chinesischen Handelsministeriums zufolge lag der Zuwachs des chinesischen Investitionsvolumens in Deutschland im Zeitraum von 2010 bis 2013 jährlich im Durchschnitt bei 28,4%. Bis März 2015 lag das chinesische, nichtfinanzielle Direktinvestitionsvolumen in Deutschland bei 5,05 Milliarden Dollar und in Deutschland gab es mehr als 2000 Institutionen, in die China investierte. Nach den Statistiken von Germany Trade and Invest ist China in den Jahren 2014 und 2015 kontinuierlich der Investor mit den meisten Greenfield Investment-Projekten in Deutschland gewesen. Bis zum Jahr 2015 erreichte die Anzahl der Projekte mehr als 260. Die beliebten Branchen der chinesischen Investoren in Deutschland sind Maschinenbau, Elektronik und Informations- und Kommunikationstechnik. Seit 2010 vermehrten chinesische Unternehmen wie Sany, Beijing No.1 Machine Tool Plant und SGSB Group ihre Investition in Deutschland. Chinesische Kommunikationshersteller wie Huawei und ZTC haben ihre Geschäftszentren in Europa auch nach Deutschland verlagert.

Drittens wurden kontinuierlich Neuerungen im Wirtschafts- und Handelskooperationsmechanismus zwischen China und Deutschland erzielt. China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft und gehört zu den Entwicklungsländern, deren Wirtschaft am schnellsten wächst. Deutschland als die viertgrößte Volkswirtschaft ist eines der Industrieländer, deren Wirtschaft sich schnell entwickelt. Im Jahr 2011 haben China und Deutschland damit begonnen, eine neue kooperative Partnerschaft einzugehen. Die 2011 gestarteten Regierungskonsultationen zwischen China und Deutschland haben ein neues Beziehungsmodell zwischen China und den westlichen Ländern etabliert. Zugleich spielt dieser Mechanismus auch in der Lösung von bilateralen, wichtigen Wirtschafts- und Handelsproblemen eine wichtige Rolle. Zum Beispiel hatte die Lösung der chinesisch-europäischen Photovoltaik-Konflikte viel mit der engen Zusammenarbeit der Spitzenpolitiker beider Länder im Rahmen dieses Mechanismus zu tun. 2014 wurde die Chinesische Handelskammer in Deutschland gegründet und begann, Arbeit in allen Bereichen zu leisten. Damit ist sie zu einer neue Plattform zur Förderung der bilateralen Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit geworden. 2015 fand die erste offizielle Konferenz des Chinesisch-Deutschen Beratenden Wirtschaftsausschusses statt. Dies symbolisierte, dass die "zweite Bahn" des Wirtschafts- und Handelsaustausches und der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern offiziell "in Betrieb genommen" wurde.

Zusammenarbeit auf der strategischen Ebene

Im Zuge der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen geht die Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland vor Chinas Zusammenarbeit mit anderen Ländern vor. Nach dem Ausbruch der Schuldenkrise in der Euro-Zone ganz besonders. Daher ist die chinesisch-deutsche Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit so innovativ. Zugleich zeigt diese Zusammenarbeit aufgrund der Innovationen eine strategische Eigenschaft und erstreckt sich vom Wirtschafts- und Handelsbereich bis hin zu den Bereichen Politik und Sicherheit und Gesellschaft, einschließlich der Verbindung von "Made in China 2025" mit der deutschen "Industrie 4,0", des strategischen Dialogs über Außen- und Sicherheitspolitik zwischen China und Deutschland, dessen Vorsitz von beiden Außenministern geführt wird und an dem die Vertreter der beiden Verteidigungsministerien teilnehmen, sowie der Zusammenarbeit beider Seiten in Bezug auf die Angelegenheiten in Afghanistan.

In den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren wird Deutschlands Bedeutung als strategischer Partner Chinas in der EU immer wichtiger. Deutschland ist einer der wichtigsten Außenfaktoren Chinas bei der Konstruktion und Gründung eines neuen offenen Wirtschaftsmechanismus. Nach der umfassenden Planung der Dritten Plenarsitzung des 18. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas enthält Chinas Konstruktion sowie Gründung des neuen offenen Wirtschaftsmechanismus drei Hauptsäulen: Erleichterung der Investitionszugänge, Erweiterung des Aufbaus von Freihandelszonen sowie weitere Öffnung des Binnenlandes und der Gebiete an den Staatsgrenzen. Beim Bau all dieser drei Säulen könnte Deutschland eine positive Funktion ausüben. Wirft man einen Blick in die Zukunft, wird erkennbar, dass China die "deutsche Qualität" braucht und Deutschland ohne Chinas Markt und die "chinesische Geschwindigkeit" ebenso nicht mehr auskommen kann. Neben traditionellen Bereichen wie Maschinenbau und Infrastruktur werden China und Deutschland mit den Anstrengungen beider Länder in Bezug auf die Zusammenarbeit in den Bereichen Urbanisierungskonzept, Umweltschutz und saubere Energie, elektronische Autos, Arzneimittelherstellung und Medizin, sowie Finanzen rund um die Internationalisierung des Renminbi weiter erweitern – Die bilateralen Wirtschafts- und Handelskooperationen haben deshalb breite Aussichten.

Der Autor des Originaltextes ist Yao Ling vom Forschungsinstitut für internationale Handels- und Wirtschaftszusammenarbeit beim Handelsministerium der Volksrepublik China. Die eigene Meinung des Autors spiegelt die Position unserer Webseite nicht notwendigerweise wider.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: chinesisch-deutsche Kooperation