Veteranen des Langen Marsches erzählen

18.07.2016

Zusammen mit einem älteren Bruder trat Meng der Dorfmiliz bei, um den kommunistischen Truppen zu helfen. Wochenlang seien sie lange Strecken marschiert, mit Spießen in der Hand, um sich gegen Angriffe der Kuomintang oder der örtlichen Warlords zu verteidigen. Gelegentlich hätten sie den Truppen auch als Lastenträger gedient und Ackerfrüchte und Waren von Dorf zu Dorf transportiert, sagt sein Sohn Meng Shaoping.

Im Oktober jenes Jahres, als sich die Truppen im von Hügeln umgebenen Nachbardorf Lan Bangou aufhielten, seien sie unter Beschuss geraten, berichtet Meng Shaojin.

“Die Kämpfe begannen gegen Mittag. Plötzlich griffen uns die Truppen der Kuomintang von oben auf den Hügeln an”, erzählt er.

Die meisten kommunistischen Kämpfer waren mit Schwertern oder Spießen bewaffnet. Einige hätten handgefertigte Tao-Tong-Pistolen besessen, ergänzt er. Er befand sich in der Nähe, als der Kugelregen von der Gegenseite einsetzte und wurde von einem ranghohen Trompeter der Roten Armee aufgefordert, hinter einem großen Felsen Deckung zu suchen.

“Es war heftig”, zitiert Meng Shaoping (65), was sein Vater im später erzählte.

Viele kommunistische Soldaten wurden getötet und nach dem Ende des Kampfes verstreuten sich die Überlebenden. Meng Shaojin lebte monatelang im Untergrund, aus Angst, von den Hintermännern der Kuomintang exekutiert zu werden, falls sie ihn finden würden. Nur langsam nahm er sein Leben im Dorf wieder auf und begann mit der Landwirtschaft. Bis 1957 arbeitete er in der Forstverwaltung des Landes.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Lange Marsch ,Rote Armee,Guizhou