„Theatertreffen“: Zwei ausgezeichnete deutsche Theaterstücke in Beijing zu sehen Exklusiv
Jeroen Versteele (3.v.l), Dramaturg der Intendanz, Berliner Festspiele, Ingo Günther (3.v.r.), Musiker und Komponist, musikalische Leitung von „der die mann“ sowie zwei Schauspieler von „der die mann“ Werner Eng (r.) und Florian Anderer (2.v.r.) beim Pressegespräche zum „Theatertreffen in China“ am Goethe-Institut China. (Foto vom 6. Juni 2017, Beijing)
Tradition oder Avantgarde: „Chinas Theatermacher sollen Gedanken erweitern“
Die Grundidee des „Theatertreffens in China“ entstand vor zwei Jahren, als die Agentur Wu Promotion zum zweiten Mal das chinesische klassische Theaterstück Teehaus nach Deutschland bringen wollte. Peng Qian, Vertreterin von Wu Promotion, kann sich noch daran erinnern: „Im Gespräch haben sich die deutschen Theatermacher gewundert, dass das Stück in den vergangenen 35 Jahren nicht ein einziges Mal geändert worden ist“.
Dies war der Startschuss für das Projekt mit dem Ziel, erstklassige deutsche Theaterstücke nach China zu bringen, damit die chinesischen Theatermacher neue Ideen schöpfen können. Chen Ping, Botschaftsrat in der Kulturabteilung der chinesischen Botschaft in Berlin, hat das Projekt nach Kräften unterstützt. Er sei der Ansicht, das deutsche Theater habe sich in den vergangenen 30 Jahren sehr gut entwickelt und zähle zu den besten der Welt. Das chinesische Theater habe da nicht mithalten können.
Im Mai 2015 schlossen die Berliner Festspiele mit der Agentur Wu Promotion einen auf fünf Jahre angelegten Kooperationsvertrag. Die Auswahl für das Programm 2017 traf eine deutsch-chinesische Jury bestehend aus Dr. Thomas Oberender, Intendant der Berliner Festspiele; Chen Ping, Kulturattaché der Chinesischen Botschaft in Berlin; Dr. Clemens Treter, Leiter des Goethe-Instituts China; dem chinesischen Theaterregisseur Meng Jinghui; Daniel Richter, Ko-Leiter des Theatertreffens; und Yu Rongjun, Autor und Vizepräsident des SMEGPerforming Arts Center in Shanghai.
„Bei der Auswahl der Produktionen haben wir mehrere Ziele vor Augen. Einerseits suchen wir nach Theaterstücken, welche ästhetisch und inhaltlich für ein chinesisches Publikum zugänglich sind. Andererseits möchten wir auch die breite Palette an Theaterproduktionen vorstellen, die im deutschsprachigen Raum existieren. ,der die mann‘ und ,Stolpersteine Staatstheater‘ passen sehr gut in diese Kriterien.“ sagt Dr. Clemens Treter.









