Analysten: Chinas Zentralbank sichert sich gegen Währungsrisiken ab

13.08.2018

Am Freitag hatte die Türkische Lira gegenüber dem US-Dollar 23 Prozent an Wert verloren. Dadurch geriet auch der Euro unter Druck, da Investoren sich besorgt über die Risiken europäischer Banken gezeigt hatten, die wichtigsten Geldgeber der Türkei. Auch der russische Rubel gab 1,5 Prozent gegen den US-Dollar nach.

 

Dass Chinas Forexmärkte vom Absturz der türkischen Währung direkt in Mitleidenschaft geraten könnten, sei eher unwahrscheinlich, sagte Guan Tao, ein früher Direktor bei der staatlichen Außenhandelsbehörde. Ein deutlich stärkerer US-Dollar könne den Abwertungsdruck auf den Renminbi jedoch erhöhen. Nach Angaben der Zentralbank verlor der Renminbi gegenüber dem US-Dollar im zweiten Quartal um fünf Prozent an Wert und büßte damit die Wertsteigerung aus dem ersten Quartal wieder ein.

 

Chinesische Banken haben die Vergabe neuer Kredite zuletzt beschleunigt, vor allem im Infrastruktursektor, schrieb die Aufsichtsbehörde für den Finanzsektor. Im Juli bewilligten die Banken Darlehen im Volumen von 172,4 Milliarden Yuan und damit 46,9 Milliarden mehr als noch im Monat zuvor, teilte Chinas Banken- und Versicherungsaufsicht mit.


Nach vorläufigen Statistiken der CBIRC wurden im vergangenen Monat Kredite im Volumen von 1,45 Billionen Yuan ausgegeben, dies sind 623,7 Milliarden Yuan mehr als noch vor einem Jahr, doch immer noch weniger als im Juni dieses Jahres, als 1,84 Billionen Yuan ausgegeben wurden.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Währung,Zentralbank,Lira,US-Dollar