Fast-Fashion-Sektor verliert an Beliebtheit

Esprit schließt Geschäfte in China Ende Mai

15.05.2020

Die Schließung der Esprit-Geschäfte ist jedoch kein vollständiger Abschied vom chinesischen Markt. Am 1. Dezember 2019 schrieb die Esprit-Muttergesellschaft Esprit Global Holdings Co., Ltd. in einer Mitteilung, dass die 100-prozentige Tochtergesellschaft Wancheng Resources Co., Ltd. ein Joint Venture-Abkommen mit Mulsanne Group Holdings Limited abgeschlossen habe. Gemäß den Bestimmungen in diesem Vertrag haben die beiden Parteien vereinbart, dass das Joint-Venture-Unternehmen auf dem chinesischen Festland in den Bereichen Bekleidung und Bekleidungszubehör sowie möglicherweise anderen Esprit-Geschäftszweigen tätig wird.


Die Mulsanne Group wurde 2007 gegründet und ist ein führendes chinesisches Unternehmen für Herrenmode. Wang Guoping, Mitglied der hochrangigen Beratungsgruppe von Linkshop [einer Beratungsplattform zur Einzelhandelsindustrie], ist der Meinung, dass der Joint Venture-Deal ein Schritt ist, mit dem Mulsanne seine Produktionslinie ausweiten will. Anstatt selbst eine neue Marke zu erschaffen, vergrößert das Unternehmen sein Portfolio durch den Erwerb einer Marke, die bereits einen bestimmten Ruf auf dem Markt hat. Dies macht vieles einfacher, denn man kann auf bestehende Vertriebskanäle zugreifen und verfügt bereits über eine Bekanntheit auf dem Markt. 


Ausländische Fast-Fashion-Marken sind den unausweichlichen Trends auf dem chinesischen Markt gefolgt. Zum Beispiel hatte Zara am Anfang lange keine Internetstars zu Unternehmenssprechern gemacht, hat dies im Laufe der Zeit aber dann doch getan. H&M hat mit der Zeit begonnen, auch in Städten des dritten und vierten Rangs Geschäft zu eröffnen.


Der chinesische Markt verändert sich jedoch rasant und auch die Fähigkeit von Promis, Waren anzupreisen, kann über Nacht verschwinden, wenn deren Beliebtheit beispielsweise durch die Aufdeckung eines Skandals sinkt. Die Popularität der einst beliebten Fast Fashion hat in den Städten des dritten und vierten Ranges begonnen, abzunehmen. Es besteht daher die Notwendigkeit, sich an neue Geschäftsmodelle anzupassen. Wie es für den Fast Fashion-Sektor in Zukunft weitergeht, ist derzeit noch ungewiss.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Esprit,Geschäfte,China,Bekleidungsmarke,Fast Fashion