Eine Realität
Die Vertiefung der Industriekooperation zwischen China und Deutschland Exklusiv
Aber auch Volkswagen beschleunigt seine Transformation in Richtung intelligente Systeme und „China-Speed“, um seine Präsenz auf dem chinesischen Markt auszubauen. „Wir werden konsequent in die Lokalisierung unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten investieren, um uns viel stärker in das schnell wachsende Ökosystem für Elektrofahrzeuge in China zu integrieren“, kündigte Ralf Brandstätter, Vorsitzender und CEO der Volkswagen Group China, an.

Das 30-millionste von FAW-Volkswagen hergestellte Auto wird in der nordostchinesischen Stadt Changchun gezeigt. (30. Oktober 2025, Xinhua)
Volkswagen baut nicht nur sein größtes Entwicklungszentrum außerhalb Deutschlands in der ostchinesischen Stadt Hefei, sondern verstärkt auch die Zusammenarbeit mit lokalen Herstellern wie Xpeng und Hightech-Unternehmen wie Horizon Robotics, Thundersoft und Gotion. Dieser Schritt ist eine weitere bedeutende Investition des deutschen Automobilherstellers, der in den vergangenen vier Jahrzehnten bereits 39 Werke(mit Stand von 2024) in China errichtet hat.Die chinesische Modernisierung , die Innovation und hochwertige Entwicklung in den Mittelpunkt stellt, schafft genau ein solches Ökosystem und eröffnet ausländischen Unternehmen wie Volkswagen vielfältige Chancen zur Kooperation und zum gemeinsamen Wachstum.
Investitionen im Chemie-Bereich
China ist der weltweit größte Chemiemarkt. Der Innovation Campus Shanghai des deutschen Chemiegiganten BASF ist heute sein größtes Forschungs- und Entwicklungszentrum im asiatisch-pazifischen Raum. Im Petrochemie-Industriepark in der Stadt Zhanjiang in der Provinz Guangdong entsteht das bisher größte Auslandsprojekt von BASF: der Verbundstandort Zhanjiang mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 10 Milliarden Euro.
Auslandsinvestitionen chinesischer Unternehmen in Deutschland
Aber der Investitionsfluss verläuft keineswegs einseitig. China bleibt eine der wichtigsten Quellen für Direktinvestitionen in Deutschland. Im Jahr 2024 belegte China mit 199 neuen Investitionsprojekten konstant den dritten Platz unter den Herkunftsländern, nur knapp hinter den USA und der Schweiz. Diese Projekte konzentrieren sich stark auf zukunftsrelevante Sektoren wie Elektronik und Automation (25 Prozent), Energie und Rohstoffe (21Prozent) sowie Verkehr und Logistik (19 Prozent).
Derzeit kommen Batterien für Elektroautos vorwiegend aus Asien. Da die Batterie rund 40 Prozent des Preises eines Elektroautos ausmacht, tragen in Deutschland errichtete Produktionsstätten zu niedrigeren Kosten und niedrigeren Transportemissionen für in Deutschland gebaute Fahrzeuge bei. Aus diesem Grund eröffnete CATL, der größte Batterielieferant der Welt, eine Niederlassung im Bundesland Thüringen. Caspar Spinnen, Unternehmenssprecher von CATL in Deutschland, sagt, es sei wichtig, kurze Lieferketten zu haben. Er sagt gegenüber dem chinesischen Nachrichtensender CGTN, das Geschäft der Batterieproduktion laufe in enger Zusammenarbeit mit den Kunden ab. Bereits 2012 ging man in Deutschland eine erste Kooperation ein und entschied sich daraufhin, hier Batterien zu produzieren. Die Batterien werden an Elektrofahrzeughersteller in ganz Europa geliefert.













