Devisenreserven erreichen 1,33 Billionen Dollar

Chinas Devisenreserven seien im Juni um 40 Milliarden gestiegen und würden nun insgesamt 1,33 Billionen Dollar betragen, gab die Zentralbank am Mittwoch bekannt. Im Jahresvergleich hätten sich die Reserven damit um 41,6 Prozent erhöht, schrieb die People's Bank of China auf ihrer Webseite.

Der Anstieg dürfte hauptsächlich ein Resultat des Kapitalzuflusses in Erwartung eines steigenden Yuans und des starken Wachstums des Außenhandelsüberschusses sein, meinte Zhao Xijun, ein Professor für Finanzwesen an der Chinesischen Renmin-Universität.

Der Hauptwechselkurs des Yuan erreichte am Mittwoch mit 7,5712 gegenüber dem Dollar ein neues Hoch.

Weiter sagte die Bank, dass die Sparkonten der Haushalte im Gegensatz zum bisherigen Trend um 167,8 Milliarden Yuan (22,2 Milliarden Dollar) gestiegen seien.

Analysten zufolge sei dies Zeichen dafür, dass die Anleger ihre Ersparnisse nicht mehr von Sparkonten in den zuletzt instabilen Aktienmarkt transferieren.

"Das Wachstum der Sparkonten und der Rückgang der neu eröffneten Aktienkonten zeigt den Stimmungswechsel unter den Anlegern an", sagte Zhao.

Im Mai hatten sich die Einlagen auf Sparkonten um 278,4 Milliarden Yuan (36,8 Milliarden US-Dollar) verringert, was Befürchtungen hervorgerufen hatte, dass die Anleger ihr Geld zu einem großen Teil von den Banken abziehen und in den Kapitalmarkt investieren könnten.

Weiter sagte der Bericht, dass Yuan-Kredite im Vergleich zum Vorjahr um 16,48 Prozent gestiegen seien. Dieser Wert sei etwas geringer als jener im Mai gewesen, sagte die Bank.

Neue Darlehen der Banken machten in der ersten Jahreshälfte 2,54 Billionen Yuan (335,5 Milliarden Dollar) aus, alleine im Juni betrug ihr Wert 451,5 Milliarden Yuan (59,6 Milliarden Dollar), ein Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum vergangenen Jahres.

(China.org.cn, China Daily, 13. Juli 2007)