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18. 03. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Erinnerungen bleiben auch noch nach 50 Jahren

Ein schicksalhafter Tag

Ngapoi Ngawang Jigme, Sohn eines tibetischen Adligen, der später Vizedirektor des 11. Nationalen Komitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV, das höchste beratende Organ) wurde, erinnert sich ebenfalls an die Unruhen von 1959. Er erzählt:

Der Dalai Lama wollte am 10. März eine Truppe der Tibetischen Militärregion sehen, doch er wollte nicht, dass sie nach Norbu Lingka, zu seinem Palast, kamen. Stattdessen bestand er darauf, zu einem Militärauditorium zu gehen, wo er seine Anhänger treffen wollte. "Ich hatte im Gefühl, dass irgend etwas passieren würde", denn der Dalai Lama verließ Norbu Lingka selten, erinnert sich Ngapoi, heute 98.

Am Morgen des 10. März 1959, fährt er fort, brach in Lhasa ein Tumult aus. Die Menschen hatten Angst, dass der Dalai Lama entführt worden war. "Manche schrien: 'Wir müssen unsere Kostbarkeit beschützen! Die Han haben ihn entführt!' Die Han sind die ethnische chinesische Mehrheit. "Die Tibeter fluteten bald darauf Norbu Lingka in Schockiertheit, Verwirrung und Horror ...".

Aber, so Ngapoi, das Gerücht wurde von den Anhängern des Dalai Lamas verbreitet. Die Aufständischen umzingelten Norbu Lingka mit dem Ziel des Tötens und des Zerstörens, und riefen "Unabhängiges Tibet" und "Han raus".

Erinnerungen eines Veteranen

Lhabgyi, ein 83-jähriger Veteran der Volksbefreiungsarmee (PLA), die im April 1959 nach Lhasa entsendet worden war, erinnert sich, dass die Stadt immer noch ein "Schlachtfeld" war, als er ankam, mit Trümmern weit und breit. Die Mission der PLA war es, die Aufständischen zu überreden aufzugeben. "Wir versprachen ihnen, dass sie nicht getötet, festgenommen oder bei öffentlichen Konferenz denunziert werden, wenn sie sich stellten", erklärt er.

Doch das Chaos breitete sich in ganz Tibet aus, und Lhabgyi kann sich immer noch an seine gefallenen Kameraden erinnern. "In einer Schlacht im Mai im Kreis Linzhou, der rund 65 Kilometer von Lhasa entfernt ist, starb ein Soldat, während drei Aufständische getötet wurden. In einer anderen Schlacht starben sechs Soldaten, auch unser politischer Lehrer", erzählt er.

Ein Mann, der die Aufstände in Linzhou leitete, wurde im Arm verletzt. "Seine Ehefrau überredete ihn, aufzugeben, mit den Worten, dass sonst auch ihre beiden Söhne getötet würden", so Lhabgyi. Der Mann wurde später Mitglied der Politischen Konsultativkonferenz Lhasa.

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Quelle: german.china.org.cn

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