Kunqu-Oper erlebt neuen Boom

Die Kunqu-Oper ist eine der ältesten chinesischen Opern. Als Vorgängerin der Oper, die das chinesische Theater vom 16. bis 18. Jahrhundert prägte, gilt die "Kunshan-Melodie".

Die Kunqu-Oper kennt eine 600 Jahre lange Geschichte. In ihrer Vorbildfunktion für Hunderte von Opern beeinflusste sie auch die Pekingoper. Die Kunqu-Oper entstand zurzeit der zweiten Goldenen Ära des chinesischen Theaters, ging jedoch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts nahezu spurlos unter.

Als eines der bedeutendsten Literatendramen der Ming- (1368-1644) und Qing-Dynastie (1644-1911) ist das Chuanqi-Theater aus dem Süden bekannt. Bis heute sind die eigentlich für die Kunqu-Bühne bestimmten Stücke "Der Pfingstrosenpavillon" und "Der Pfirsichblütenfächer" in der Bevölkerung bekannt.

Heutzutage wird die Kunqu-Oper auf dem chinesischen Festland in Beijing (Nördliches Kunqu-Theater), Shanghai (Shanghai Kunqu-Theater), Suzhou (Suzhou Kunqu-Theater), Nanjing (Kunqu-Theater der Provinz Jiangsu), Chenzhou (Kunqu-Theater der Provinz Hunan), im Kreis Yongjia der Stadt Wenzhou (Yongjia Kunqu-Theater) und in Hangzhou (Kunqu-Theater der Provinz Zhejiang) sowie in Taipei aufgeführt. In vielen anderen Städten in China und im Ausland treten Laienoperndarsteller auf. Gelegentlich gehen auch ganze Opernensembles auf Tournee.


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