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| 01. 12. 2008 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Skateboarding
Das erste Geschäft für Skateboards wurde in Shanghai 1990 eröffnet, als die meisten Teenager noch nie etwas von Skateboarding, B-Boys oder Graffiti gehört hatten. Bis Ende der 1990er hatten sie keine coolen Skater in Actionfilmen aus den USA oder modische Popstars aus Japan oder Südkorea gesehen. Mädchen waren hauptsächlich Zuseherinnen oder Fans und machten nicht selbst mit, vielleicht weil sie Angst hatten, dass es zu gefährlich ist, oder, was wahrscheinlicher ist, weil es nicht damenhaft ist.
Der Platz vor dem Shanghaier Konzerthaus ist bei Skatern sehr bekannt und einer der wenigen inoffiziellen Stätten im Zentrum. Von Zeit zu Zeit trainieren hier kleine Gruppen. In den Straßen im Stadtzentrum sieht man selten jemanden Inlineskaten oder Skateboarden. Sie sind meistens an abgelegenen Orten in den Bezirken Yangpu, Songjiang oder Nanhui anzutreffen.
"Wir kennen die Bestimmungen nicht wirklich. Es ist nicht klar, wo man skateboarden darf und ob man auf großen Straßen fahren darf", sagte der 31-jährige Mark Zhao, dem das kleine Sportgeschäft Shark-O in der Nähe des Universitätsgeländes Songjiang gehört. "In der Stadt ist es offensichtlich gefährlich, da sie Straßen nicht dafür ausgerichtet sind. An den meisten Orten kann man nicht einmal Radfahren, geschweige denn Skateboarden", meinte er. "In den Vororten, Parks und am Universitätscampus ist es sicherer und einfacher."
Wie viele Extremsportgeschäfte in Shanghai bietet auch das von Zhao Anfängerkurse an und organisiert Trainingseinheiten. Angesichts der wenigen Mädchen in der Gruppe bietet Zhao Mädchen einen Rabatt von 30 Prozent auf die Stunden, und trotzdem gibt es nur wenige Teilnehmerinnen.
"Ich liebe es, zuzuschauen, weil es sehr cool aussieht und ich habe ein wenig probiert zu Skateboarden, aber es ist zu schwierig", sagte Kiki Wang, eine 19-jährige Schülerin, deren Freund Li Shu sie nicht dazu bringen kann, mit ihm zu trainieren. "Ich mag es nicht, zu stürzen. Es schaut nicht gut aus und tut weh", beschwerte sie sich.
Geschäftsbesitzer Zhao sieht viele Mädchen ihre Freunde begleiten, aber die meisten fürchten sich. Nur wenige trauen sich Inlineskaten, Skateboarden oder BMX-Fahren.
Wangs Freund Li hat vor sechs Jahren Gefallen an Skateboarding gefunden, als er während der Sommerferien Wettkämpfe im Fernsehen verfolgte. Seine Eltern unterstützten ihn und hielten es für einen guten Ausgleich, vor allem wo Li zuvor den ganzen Tag Computer spielte. "Es geht nicht darum, wie gut ich bin, oder wie cool ich aussehe, obwohl ich natürlich cool aussehen will. Es ist, als ob ich endlich einen Antrieb gefunden hätte", sagte Li. "Ich war motiviert, alle Techniken, die Begriffe und sogar Englisch zu lernen, damit ich mit Ausländern reden kann, die Skateboarden." Er hat vor zu Skateboarden, bis er zu alt ist, um auf dem Brett zustehen.
Zhao sagte, man könne den Sport nicht erlernen ohne jemals hinzufallen, "aber es ist nicht so schwierig oder gefährlich wie man denkt, man muss nur eine Schutzausrüstung tragen".
(Teil 2 morgen)
Quelle: Shanghai Daily
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