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| 08. 04. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Das Chinesische Beidou-Satellitennavigationsystem, ein potentieller Konkurrent des GPS-Systems, wird seit Bekanntgabe des 12. Fünfjahresplans für 2011 bis 2015 beschleunigt entwickelt. Laut der Nachrichtenagentur Xinhua wird das Beidou-II-System bis 2012 über zehn Satelliten involvieren, die den asiatisch-pazifischen Raum abdecken.
Das Chinesische Beidou-Satellitennavigationsystem (auch bekannt unter der Abkürzung KOMPASS), ein potentieller Konkurrent des US Global Positioning System (GPS), wird seit Bekanntgabe des 12. Fünfjahresplans für 2011 bis 2015 beschleunigt entwickelt. Laut der Nachrichtenagentur Xinhua wird das Beidou-II-System bis 2012 über zehn Satelliten involvieren, die den asiatisch-pazifischen Raum abdecken. Das globale Navigationssystem, das aus 35 Satelliten besteht, soll spätestens 2020 abgeschlossen sein.
Beidou wurde Mitte der 1980er Jahre konzipiert. Im Gegensatz zum GPS, bei dem eine große Gruppe an Satelliten genutzt wird, wird beim Beidou-System eine Dual-Satelliten-Ortungsmethode angewendet, bei der die Bodenstation Signale über zwei Satelliten an Nutzer sendet, und das Nutzer-Terminal eine Antwort sendet, die dann über die beiden Satelliten geht. Die zweidimensionale Lage des Nutzers wird dann aus geometrischen Berechnungen abgeleitet, die auf der Übertragungszeit der Signale und der Lage der Satelliten beruhen. Sie wird dann auf Basis vorhandener dreidimensionale Bodendaten abgebildet und an den Nutzer zurückgesendet.
Nach vielen Jahren Arbeit und Experimenten wurden im Jahr 2000 die ersten beiden Satelliten, Beidou-1A und 1B, erfolgreich in den geostationären Weltraum geschickt und begannen Ende 2001 mit dem Navigations- und Ortungsdienst. Der erfolgreiche Start des Backup-Satelliten 2003, des Beidou-1C, war der Abschluss des Beidou-1-Projekts. Der Service ist seit April 2004 für Zivilisten erhältlich, womit China nach den USA und Russland das dritte Land ist, das ein operationales Satellitennavigationssystem nutzt. Frankreich, die EU und Japan haben ebenfalls Pläne für regionale Navigationsnetzwerke.
Risikoreiche Signale
Beidou ist klassifiziert als ein "aktives System", da Nutzer Daten aussenden müssen, und nicht nur einfach ihre Lage empfangen. "Als ein aktives System hat es Nachteile, denn elektronische Vorrichtungen, wie Radioortungssysteme, können das Signal empfangen und die Richtung und Lage des Nutzers ableiten", wie ein Experte der Raumfahrtindustrie gegenüber Global Times erklärte. "In einem passiven System wie dem GPS empfängt das Terminal Signale von mindestens drei bis vier Satelliten an einem beliebigen Ort und leitet die 3D-Lage selbst durch Berechnung der Entfernung zu jedem Satelliten ab", so er weiter.
Quelle: Global Times
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