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13. 01. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Naturschutz

Umweltzerstörung im Changbai-Gebirge

"Leerer" Wald

Jagdfallen zum Verkauf auf dem lokalen Markt

Aus purer Geldgier haben es Wilderer auf die Tiere im Changbai-Gebirge abgesehen. Bären, Wildschweine, Rehe, Zobel und der Chinesische Braunfrosch… Jahr für Jahr ergreifen die Beamten angeblich Maßnahmen, um gegen den Verkauf dieser wilden Tiere vorzugehen. Letztendlich können sie deren schlimmes Ende jedoch nicht verhindern.

Vor einigen Monaten führte Shen Xiaohui eine Besuchergruppe von Forschern durch das Naturschutzgebiet. Im Gegensatz zu vor zehn Jahren stießen sie dabei auf keinerlei Tierspuren, außer einigen wenigen.

"Auf dem Papier existiert der Wald noch, in Wirklichkeit gibt es ihn schon längst nicht mehr", sagt Shen. Die Überjagung sowie der Eingriff des Menschen haben den Lebensraum der wilden Tiere nachhaltig vernichtet.

In einem ganz normalen Haushalt in der Gemeinde Erdaobaihe entdeckten Reporter von China Youth Daily den 50 Zentimeter langen Körper eines Schwarzbären, der zwei Jahre lang in einer Kühltruhe zugebracht hatte. Der fünf Monate alte Bär war beim Fressen von Pinienkernen erschossen worden. Dieses tote Bärenjunge ist der Beweis für das unbarmherzige Niedermetzeln im Changbai-Gebirge.

Im gesamten Gebiet sind die Wilderei und der Privathandel noch immer üblich. Trotz der rückläufigen Zahl von Bären verdient manch einer seinen Lebensunterhalt damit. Denn der Kopf eines getöteten Bären kann als Trophäe zu einem ziemlich hohen Preis verkauft werden. Die Pranken lassen sich zu einem Preis zwischen 1000 Yuan (107 Euro) und 1500 Yuan (161 Euro) pro Kilogramm verkaufen. Ein Gericht gekochter Bärenpranken kostet über 2000 Yuan (215 Euro).

Im Winter ist es im Changbai-Gebirge friedlich. Alles ist mit einer Schneedecke überzogen. Nur im tiefsten Wald kann man Eichhörnchen- und Vogelspuren entdecken. "Die gesamte Bergregion wurde wie ein Stück Fleisch zwischen Regierung, den Reichen und der Bevölkerung aufgeteilt", ärgert sich ein Mitarbeiter der lokalen Regierung und fragt sich, wie lange es wohl braucht, bis davon überhaupt nichts mehr übrig ist.

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Quelle: China Youth Daily

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