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| 13. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
von Heiko Khoo
Die Berliner Mauer ist das am häufigsten heraufbeschworene Symbol anti-kommunistischer Propaganda. Deshalb ist es sinnvoll, zu betrachten, warum die Mauer gebaut wurde und warum sie fiel.

Mauerfall 1989: Schlüsselereignis der jüngeren deutschen Geschichte
In einem System, in dem alles nationalisiert wurde, braucht Planung eine halbstatische Arbeiterschaft. Der Arbeitsmarkt in Ostdeutschland wurde aus Effektivitätsgesichtspunkten eliminiert. Die Verteilung der Arbeitskräfte stellte eine ernsthafte Herausforderung für das bürokratische System der Zentralen Planwirtschaft dar, die in Berlin durch die offene Grenze zum Westen zwischen 1949 und 1961 verschärft wurde.
Von den Elektro-Apparate-Werken in Treptow, der größten Fabrik in Ostberlin, blieben von mehr als 1000 Arbeitern im Jahr 1960 ein Jahr später nur noch 600 übrig. Viele waren in den Westen abgewandert. Andere arbeiteten in Westberlin und verdienten harte Währung. Wenn sie ihr Einkommen auf dem Schwarzmarkt eintauschten war es sehr viel höher als wenn sie im Osten gearbeitet hätten. Dies unterwanderte alle Versuche einer bürokratischen Planwirtschaft und barg die Gefahr eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs, sollten die Menschen nicht am Weggang gehindert werden. Damit war der Beginn der Berliner Mauer besiegelt.
Die offene Grenze nach Westberlin und Westdeutschland hätte zum Vorteil von Ostdeutschland und der Sowjetmacht genutzt werden können, zum Beispiel durch Gründung von wirtschaftlichen Sonderzonen wie später in China. In den 50er Jahren war die Technik im Osten nahezu auf dem Entwicklungsstand derjenigen im Westen. Die abgeschottete Wirtschaft hinter der Mauer sollte ein Ansporn für eine unabhängige Entwicklung und einen "friedlichen Wettbewerb" sein. Die Abschottung führte jedoch zu einem Abbruch aller normalen Wirtschaftskanäle, die einen Technologietransfer ermöglicht hätten. Es entstanden typische Fehler der bürokratischen Planung.
Anstatt erfolgreiche Wirtschaftsreformen einzuführen, so wie es Deng Xiaoping in China später tat, wurde der Sowjetchef Chruschtschow von Juri Gagarins sensationeller Fahrt in den Weltraum in einen kostspieligen Kampf um Waffen und die Eroberung des Weltraums mit den USA gezogen. Er glaubte - und die USA befürchteten - dass ein Sieg im Weltraum die UdSSR zu einem wirtschaftlichen Sieg gegen den Westen führen könnte. In dieser Situation präsentierte Chruschtschow einen 20-Jahres-Plan, um den Westen zu überholen und die marxistische Definition des Kommunismus bis zum Jahr 1980 umzusetzen: "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen".
Quelle: german.china.org.cn
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