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28. 12. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Diplomatie

Rückblick auf die Entwicklung der chinesisch-deutschen Beziehungen im Jahr 2009 Exklusiv

Viertens wurden auch beim Austausch und in der Zusammenarbeit im kulturellen Bereich Fortschritte gemacht. Besonders zu nennen sind zwei Ereignisse: Zum einen ist es die von der deutschen Seite im Jahr 2007 gestartete kulturelle Veranstaltungsreihe "Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung". Sie bezieht sich auf die Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung sowie den Umweltschutz. Nachdem sie in den vergangenen zwei Jahren in Nanjing, Chongqing und Guangzhou mit Erfolg durchgeführt worden war, fand sie in diesem Jahr in Shenyang und Wuhan ebenfalls erfolgreich statt. Sie verfolgt das Ziel, das gegenseitige Verstehen und die Freundschaft zwischen den beiden Völkern zu verstärken, und wurde dabei von der chinesischen Seite tatkräftig unterstützt. Zum anderen nahm China im Oktober als Ehrengast an der Frankfurter Buchmesse teil. Obwohl antichinesische Kräfte dabei Störungen bereiteten und versuchten, China zu verunglimpfen, war Chinas Teilnahme ein großer Erfolg: Die Aussteller aus dem Verlagswesen auf dem Festland haben 3553 Urheberrechtsausfuhren vereinbart und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Noch wichtiger als das ist, dass den anderen Ländern mehr Chancen geboten wurden, die chinesischen Errungenschaften im Kultur- und Verlagswesen näher kennen zu lernen, und der Einfluss Chinas erweitert wurde.

Jede Medaille hat zwei Seiten. Im Jahr 2009 entwickelten sich die chinesisch-deutschen Beziehungen zwar im rechten Gleis weiter und dabei wurden Fortschritte gemacht; die Differenzen, Reibereien und Hindernisse bestehen jedoch nach wie vor. Kurz nach der Bildung der deutschen schwarz-gelben Koalitionsregierung im November verkündete der neue Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit laut stark, dass die Entwicklungshilfe an China gestrichen werde. Ähnliches hatte auch seine Amtsvorgängerin gesagt, was aber Kontroversen in Deutschland ausgelöst hatte. Denn die von Deutschland an China vergebene "Entwicklungshilfe" unterscheidet sich in ihrem Wesen von der Entwicklungshilfe der Vergangenheit. Es handelt sich bei ihr nicht um "Almosen", die einseitig der chinesischen Regierung gegeben werden, sie dient vielmehr als Mittel zur Förderung von Kooperationsprojekten, die gegenseitig Nutzen bringen, Deutschland profitiert also auch davon. Außerdem sollten solche Angelegenheiten durch offizielle Kanäle zur Konsultation gebracht werden. Die Verkündung durch die Medien diente offensichtlich einem Propagandazweck und zielte darauf ab, bestimmte politische Signale zu setzen. Insgesamt gesehen sind manche Differenzen, Reibereien und Hindernisse zwischen China und Deutschland darauf zurückzuführen, dass die beiden Länder unterschiedliche Gesellschaftsordnungen und politische Systeme haben, sich ihre Geschichte, kulturelle Tradition und Situation sowie ihr Entwicklungsniveau voneinander unterscheiden. Es ist nicht verwunderlich, dass Meinungsverschiedenheiten und Interessendifferenzen daraus resultieren. Bei solchen Problemen kommt es darauf an, ob die Differenzen und Widersprüche richtig betrachtet und angemessen behandelt werden. Bei einer Betrachtung von Unstimmigkeiten in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern in den letzten Jahren meine ich, dass folgenden Punkten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte:

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Quelle: german.china.org.cn

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