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| 23. 12. 2008 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Nachdem China, die EU und eine Reihe weiterer Länder im Kampf gegen die Piraten von Somalia zusammenspannen, will auch die Afrikanische Union seine Friedenstruppe länger im Krisen geschüttelten Land lassen.

Die nigerianischen Soldaten streifen auf der Straße.
Die Afrikanische Union will dabei helfen, die Situation in Somalia zu verbessern und hat deswegen das Mandat für ihre Friedenstruppe (Amisom) verlängert. Dies teilte der Friedens- und Sicherheitsrat der Organisation nach einem Treffen in Addis Abeba am Montag mit. Die afrikanischen Truppen solle bis Ende Februar 2009 im Land bleiben. Die Amisom ist seit März 2007 in Somalia im Einsatz.
Derzeit sind verschiedene Länder daran, Kriegsschiffe nach Somalia zu senden, nachdem die Vereinten Nationen das Grüne Licht gegeben hatten, um die Piraten vor Ort zu jagen. Zwar ist bereits seit einiger Zeit eine Mission unter dem Namen "Eunavfor Atalanta" mit sechs Kriegsschiffen und drei Kampfflugzeugen daran, gegen die Piraterie am Horn von Afrika zu kämpfen. Neben den europäischen Schiffen haben auch Russland und Indien Marineverbände vor der somalischen Küste.
Doch nun sollen es mehr werden: Die 130 Meter lange deutsche Fregatte "Karlsruhe" etwa bricht mit ihren 220 Marinesoldaten heute im ostafrikanischen Djibouti auf. Die Schweiz prüft ebenfalls, ihre Hochseeflote vom Militär schützen zu lassen. Doch die Eidgenossenschaft könne ihre Handelsschiffe vor Somalia nicht allein beschützen, sagte Außenministerin Micheline Calmy-Rey in der "Tagesschau" des Westschweizer Fernsehens. Andere Armeen würden sich für den Schutz von Schweizer Schiffen nur dann engagieren, wenn die Schweiz bei dieser Operation mitmache.
Auch China ist bereits daran, seine Schiffe klar zu machen. Zwei chinesische Zerstörer und ein Versorgungsschiff sollen am 26. Dezember von Hainan in Südchina in den Golf von Aden aufbrechen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon würdigte laut China Radio International die tatkräftige Unterstützung Chinas. Er betonte, dies verdeutliche, dass China in internationalen Angelegenheiten eine immer wichtigere Rolle einnehme. Der chinesische UN-Botschafter Zhang Yesui hatte am Montag Moon und den turnusmäßigen Vorsitzenden des Weltsicherheitsrates, den kroatischen UN-Botschafter Neven Jurica, darüber informiert, dass China Kampfschiffe zur Eskortierung von Schiffen in den Golf von Aden entsenden werde.
In Somalia gibt es seit dem Sturz von Siad Barre 1991 keine funktionierende Regierung mehr. Somalische Piraten nutzen das Machtvakuum, um vor der Küste ihr Unwesen zu treiben. Experten betonen jedoch, dass die Piraterie jedoch nicht ausschließlich durch die politische Instabilität bedingt sei. So seien auch Umweltverschmutzung ein grosses Problem. Viele der Piraten hätten früher als Fischer gearbeitet.
Quelle: german.china.org.cn
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