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Außenhandel und Außenwirtschaft
Seit dem WTO-Beitritt Chinas im Jahr 2001 ist der Außenhandel Chinas in eine Periode des schnellen Wachstums eingetreten und behielt im Jahr 2005 die Wachstumstendenz bei. Statistiken zufolge erreichte das gesamte Im- und Exportvolumen im Jahr 2005 1422,1 Mrd. US$, ein Plus von 23,2% gegenüber 2004. Davon belief sich das Exportvolumen auf 762 Mrd. US$, ein Plus von 28,4%, und das Importvolumen auf 660,1 Mrd. US$, ein Plus von 17%. Das Exportvolumen übertraf das Importvolumen um 101,9 Mrd. US$. Von dem gesamten Im- und Exportvolumen entfielen 831,7 Mrd. US$ auf Unternehmen mit auswärtigen Investitionen, ein Plus von 25,4% gegenüber 2004. Davon betrug das Exportvolumen von diesen Unternehmen 444,2 Mrd. US$, ein Plus von 31,2%, und das Importvolumen 387,5 Mrd. US$, ein Plus von 19,4%.
Im Jahr 2005 wurden 44 001 Unternehmen mit auswärtigen Direktinvestitionen genehmigt, ein Plus von 0,8% gegenüber 2004. Die tatsächlich genutzten auswärtigen Direktinvestitionen beliefen sich auf 60,3 Mrd. US$, ein Minus von 0,5%. Von den tatsächlich genutzten auswärtigen Direktinvestitionen entfielen 70,4% und 9% auf die Fertigungsindustrie bzw. Immobiliengeschäfte, ein Minus von 0,6% bzw. 0,8% gegenüber 2004, und 6,2% und 3% auf Leasing und Handelsdienstleistungen bzw. Verkehrs- und Transportwesen, Lagerungswesen und Post- und Fernmeldewesen, ein Plus von 1,6% bzw. 0,9%.
Im Jahr 2005 erreichte der Nettobetrag der chinesischen Direktinvestitionen (außer denen von Geldinstitutionen) außerhalb des chinesischen Festlandes 6,9 Mrd. US$, was einen Anstieg von 25,8% im Vergleich zu 2004 bedeutet.
Im Jahr 2005 betrug das Geschäftsvolumen bezüglich der vertraglichen Übernahme von Bauprojekten im Ausland 21,8 Mrd. US$, ein Plus von 24,6% gegenüber 2004. Das Geschäftsvolumen bezüglich der Kooperation mit dem Ausland in der Bereitstellung von Arbeitskräften belief sich auf 4,8 Mrd. US$, ein Plus von 27,5%.
Regionale Wirtschaftskooperation. Im Jahr 2005 führte China aktiv regionale Wirtschaftskooperation durch und beschleunigte die Gründung von Freihandelszonen mit einigen Ländern und Regionen. Es schloss mit Chile ein Abkommen über Freihandel und begann, mit Pakistan über die Gründung einer Freihandelszone zu verhandeln. Außerdem hat es die Verhandlungen mit Südafrika, Lateinamerika und Südasien über die Gründung von Freihandelszonen in Angriff genommen. Die Verhandlungen zwischen China einerseits und der Golf-Kooperationskommission, Neuseeland und Australien andererseits über Freihandel sind im Gange. Zur Zeit führt China gerade Verhandlungen über die Gründung von neun Freihandelszonen durch, die 27 Länder und Regionen betreffen. Davon kommt der Aufbau der Freihandelszone zwischen China und ASEAN am schnellsten voran.
Im Juli 2005 fand die zweite Führerkonferenz über die Wirtschaftskooperation in der Großen Mekong-Subregion in Kunming statt. Die Konferenz billigte den "Rahmen der strategischen Aktion zur Erleichterung des Handels und der Investition in der Subregion" und beschloss, dass die Länder in der Subregion die Zusammenarbeit hinsichtlich der Vereinfachung der Zollabfertigung, der Koordinierung des Quarantäneverfahrens, der Förderung des Handels und der Logistik und der Erleichterung der Fluktuation von Geschäftsleuten vorrangig entfalten sollen.
Im Oktober 2005 unterzeichneten das chinesische Festland und die Sonderverwaltungszonen Hong Kong und Macao das "Zusatzabkommen II über die 'Arrangements über die Aufnahme noch engerer Wirtschafts- und Handelsbeziehungen'". In Übereinstimmung mit diesem Abkommen praktiziert das Festland ab 1. Januar 2006 einen Nullzolltarif für die in Hong Kong und Macao produzierten Waren und lockert weiter die Kontrolle für den Zugang zu den Märkten von Hong Kong und Macao in den Bereichen Justiz, Buchhaltung, Bauwesen, Video-Audio-Produkte, Einzelhandel, Bankwesen, Effektengeschäfte, Tourismus, Transport und selbstständige Gewerbetreibende, um die wirtschaftliche Integration zwischen dem Festland einerseits und Hong Kong und Macao andererseits zu fördern.
Am 2. November 2005 fand der 1. Vorstand auf Ministerebene des "Bangkoker Abkommens" in Beijing statt. Auf der Konferenz erklärten die Vertreter aller Mitgliedstaaten gemeinsam, das Abkommen offiziell in "Asiatisch-Pazifisches Handelsabkommen" umzubenennen. Ab 1. Juli 2006 werden alle betreffenden Länder insgesamt über 4000 Steuerarten für den Zollabbau anbieten.
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