| Schweinefleischpreise um 74,6 Prozent gestiegen |
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Der Großhandelspreis für Schweinefleisch in China ist im Juni im Vergleich zum selben Monat im Vorjahr um 74,6 Prozent gestiegen, teilt das Landwirtschaftsministerium mit. Den durchschnittlichen Großhandelspreis im letzten Monat gab das Ministerium aber nicht an. ![]() Der vom Handelsministerium in 36 großen und mittleren Städten ermittelte Großhandelspreis betrug am 11. Juli 18,57 Yuan (1,8 Euro) pro Kilogramm, ein Anstieg um knapp 30 Prozent von 14,25 Yuan am 11. Mai. Der durchschnittliche Einzelhandelspreis für mageres Schweinefleisch hat 22 Yuan (2,1 Euro) pro Kilogramm überschritten. Als Ursache für den Preisanstieg werden vor allem die Preissteigerungen für Tierfutter und der Ausbruch des seuchenhaften Spätaborts der Schweine verantwortlich gemacht. Die Preise für Reis, Getreide und Mais seien in der ersten Jahreshälfte im Jahresvergleich um 7,9 Prozent gestiegen, teilt das Landwirtschaftsministerium weiter mit. Bis zum 10. Juli seien 39.455 Schweine verendet, 27,5 Prozent des in den 586 Seuchengebieten mit dem seuchenhaften Spätabort der Schweine infizierten Bestandes. Der seuchenhaften Spätabort der Schweine sei im Tal des Jangtse weiterhin eine große Herausforderung, obwohl die Seuche im Großen und Ganzen unter Kontrolle gebracht worden sei, teilte das Landwirtschaftsministerium weiter mit. Das Landwirtschaftsministerium, das Handelsministerium und die Nationale Kommission für Entwicklung und Reform haben die lokalen Behörden am Montag aufgefordert, die Errichtung neuer Anlagen zur Verarbeitung von Mais zu untersagen, da diese für den Anstieg der Maispreise mitverantwortlich seien. Die drei Behörden wiesen die lokalen Beamten außerdem an, Schweinefleisch zu verbieten, in das Wasser injiziert worden ist und das die Sicherheitstest für die Marktzulassung nicht bestanden hat sowie den seuchenhaften Spätabort der Schweine auszurotten, um die Schweinefleischversorgung sicherzustellen. In der ersten Hälfte des Jahres 2006 waren die Schweinefleischpreise gefallen und hatten die Züchter veranlasst, ihre Säue und Ferkel zu schlachten, um weitere Verluste zu vermeiden. Ende Juni gab es im ganzen Land 476 Millionen Schweine, 0,15 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Schweinefleischpreise werden auch in der zweiten Jahreshälfte weiter steigen, da die Versorgungsknappheit nicht innerhalb kurzer Zeit gelöst werden könne, sagt Huang Hai, ein Assistent des Handelsministers. "Normalerweise dauert es ein halbes Jahr, bis ein Schweinezuchtzyklus abgeschlossen ist und mehr Schweinefleisch für die Märkte bereitsteht. Das ist der Grund, warum es so schwierig ist, auf Veränderungen in dem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage zu reagieren", sagt Huang. Der Anstieg der Schweinefleischpreise hat im Monat Mai zusammen mit steigenden Preisen bei anderen Lebensmitteln zu einer Inflationsrate von 3,4 Prozent geführt, deutlich mehr als das von der chinesischen Regierung gesetzte Ziel von 3 Prozent für das gesamte Jahr 2007. (China.org.cn, Xinhua, 18. Juli 2007) |



