| Die Ehrentore von Tangyue im Kreis She in der Provinz Anhui |
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Die Straße der Ehrentore in Tangyue wurde von der Familie Bao errichtet, einer bekannten Familie während der Ming- und Qing-Dynastie. Die berühmte Torbogenreihe steht am Eingang zum Dorf. Das erste Tor wurde vom Kaiser als Auszeichnung für Zhong verliehen, das bedeutet Loyalität zum Vaterland. Das zweite Tor steht für Xiao, das bedeutet kindlicher Gehorsam, das dritte Tor steht für Jie, die von der Hausfrau gehaltene Treue und Ergebenheit für einen Ehemann und die Sorge für die Ausbildung der Kinder über dessen Tod hinaus. Diese drei Torbögen wurden bereits während der Ming-Dynastie errichtet, die anderen vier während der Qing-Dynastie. ![]() Gedenktore sind üblicherweise aus Stein, Holz oder Zement und reich verziert. Die Reihe der Ehrentore in Tangyue, einem kleinen Ort im Westen des Kreises She, ist eine der bekanntesten und berühmtesten Reihen von Gedenktoren in China. Das Dorf Tangyue ist mehr als 800 Jahre alt. Die meisten Einwohner tragen seit jeher den Familiennamen Bao. Generation für Generation waren sie erfolgreiche Geschäftsleute, die sehr viel Wert darauf legten, dass die Kinder ihre Eltern verehrten und achteten. Der vierte Ehrenbogen ist während der Jiajing-Zeit (1522-1566) der Ming-Dynastie errichtet worden. Dieser mehr als 450 Jahre alte Ehrenbogen wurde für den ehrenwerten Bao Can errichtet, der für die gute Erziehung seiner Kinder berühmt war. Dazu unsere Reiseleiterin: "Der Geehrte dieses Ehrenbogens der Loyalität heißt Bao Can. Er erhielt nach seinem Tod postum den Titel als stellvertretender Verteidigungsminister. Bao war in seinem ganzen Leben keinen einzigen Tag Mandarin. Erst sein Enkel Bao Xiangxian hat als tapferer Kämpfer und General mit hervorragenden Leistungen die Anerkennung des Kaisers erworben und den Ruhm für den Großvater verdient. Deshalb erlaubte ihm der Kaiser, für seinen Großvater Bao Can einen Ehrenbogen aufzustellen. Das Geld für den Ehrenbogen musste allerdings die Familie Bao selber aufbringen." Neben Loyalität zählt auch die kindliche Pietät zu den Hauptwerten der chinesischen Kultur, und dies seit Jahrhunderten. Loyalität ist die höchste Tugend, sich für den Staat und die Gesellschaft zu engagieren. Die kindliche Pietät wird als die bindende Kraft zwischen den Generationen betrachtet. Die Einwohner des Dorfes Tangyue haben einen Ehrenbogen für Vorbilder kindlicher Pietät aufgestellt. Unsere Reiseleiterin erzählt: "Auf diesem Ehrenbogen sind drei Schriftzeichen zu sehen: Elternliebe, kindliche Pietät und gute Nachbarschaft. Um diesen Bogen rankt sich die folgende Geschichte: Ein Mann war mit seinem Sohn auf der Rückkehr nach Tangyue, nachdem sie einige Jahre als wandernde Kaufleute in anderen Provinzen unterwegs waren. Sie trafen auf dem Weg unglücklicherweise auf Plünderer. Der Vater und sein Sohn zeigten sich gegenüber den Plünderern unerschrocken und wollten sich gegenseitig schützen. Diese Liebe zwischen zwei Generationen hat die Plünderer tief bewegt. Historiker der Ming-Dynastie betrachteten diese Geschichte als ein moralisches Beispiel und schrieben sie in der Chronik der Ming-Dynastie nieder. Als der Kaiser Yongle diese Geschichte las, entschied er für die Familie Bao einen Ehrenbogen aufstellen zu lassen. Die Kosten für diesen Ehrenbogen trug der Kaiser sogar selbst." |



